Wohnhaus und Hackschnitzelhalle geplant

Ein Jahr nach verheerendem Brand in Balve: Das soll auf Hof Gierse entstehen

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Hof Gierse in Binolen soll wieder aufgebaut werden.

Binolen – Der Großbrand in Binolen jährt sich bald zum ersten Mal: Als im leer stehenden Wohnhaus des ehemaligen Hofes Gierse am 12. Oktober 2018 ein Feuer ausbrach, waren alle Balver Feuerwehreinheiten im Einsatz. Wir sagen, wie es jetzt auf dem Gelände weitergeht.

Trotz aller Bemühungen konnte das Abbrennen des Hauses und einer anliegenden Scheune nicht verhindert werden. Ulrich Vanselow wurde seinerzeit in seinem Urlaub von diesem Brand überrascht – zuvor hatte er den seit mehreren Jahren leer stehenden Hof gekauft, der von einem Makler und zuletzt von einem Geldinstitut angeboten wurde.

Inzwischen hat sich einiges getan in Binolen, denn der Eigentümer hat die Ruine bis auf zwei Wände mit einer Tür und drei Fenstern abtragen lassen. Dieser kleine Teil des Hauses ist seitdem ein begehrtes Fotomotiv von Spaziergängern, die mit den sich hier bietenden Perspektiven spielen.

Für Ulrich Vanselow aber soll sich bald etwas tun auf diesem großen Gelände, das nur durch die Eisenbahnunterführung am Haus Recke zu erreichen ist. „Ja, ich will dort ein Wohnhaus zur privaten Nutzung bauen lassen“, teilte er mit. Seine Pläne gehen aber noch weiter: „Die alte Scheune am Bahndamm soll zu einer Hackschnitzelhalle werden.“ Immerhin rechne er mit 6000 Schüttraummetern an Holz, die aus seinen Wäldern jährlich zusammen kommen würden, und an dieser Stelle als Heizmaterial genutzt werden könnten.

Aus dem alten Schweinestall, in dem sich bis vor zehn Jahren noch ein Büro befand, sollen Garagen werden; die alte Schweißerei an der Brücke werde als Lager genutzt. Über die Investitionssumme machte Ulrich Vanselow keine Angaben. Eine Bauvoranfrage für das Gesamtprojekt will er demnächst einreichen. „Ich möchte gerne so schnell wie möglich innerhalb von zwei Jahren mit dem Bauen beginnen“, stellt er seine folgenden Planungen vor.

Vanselow hat aber auch andere Erfahrungen mit den Behörden gemacht: „16 Jahre wurden gebraucht für eine Nutzungsänderung vom Pferdestall an meinem Parkplatz als Hotel.“ Dem Gastronom gehört seit einigen Jahren auch das Haus der Familie Szyszka in Binolen.

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