Für einen Euro von der RWE gekauft

Turmstation in Mellen: Das wird aus dem leerstehenden Gebäude

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Jetzt mit Hausnummer: Falk Gössel hat die ehemalige RWE-Turmstation in Mellen gekauft.

Mellen - Jetzt hat auch die Turmstation in Mellen eine eigene Hausnummer, die „2b“. „So etwas hat sonst keiner“, sagte Falk Gössel auf Anfrage.

Gössel ist seit Januar neuer Eigentümer dieser Immobilie mit dem ganz speziellen Zuschnitt: 15 Quadratmeter Grundfläche gibt es im Inneren, die sich bis zur Turmspitze in 12,50 Metern Höhe erstrecken. 

„Ringstraße 2b“ ist künftig die neue Adresse des Elektrotechnikermeisters. Gössel hatte sich gegen einige Mitbewerber durchgesetzt, die sich ebenfalls für dieses seit 2013 vom Energiekonzern RWE nicht mehr genutzte Turmhäuschen interessierten. Seit 1914 war es für die Stromversorgung in Mellen zuständig. Weil die Technik veraltet war, entschied sich die RWE als Betreiber dazu, direkt nebenan eine neue Kompaktstation zu errichten, die seitdem für Strom in Mellen sorgt. 

Anfangs viele Ideen

Als mögliche Folgenutzung standen anfangs Ideen wie Nistkästen für Fledermäuse, aber auch Kletterturm, Leseturm oder E-Bike-Landestation im Raum. Auch die Dorfgemeinschaft hatte sich vorstellen können, hier ein Museum einzurichten. Aber im Laufe der Zeit erlosch nach und nach jedes Interesse, denn die Möglichkeiten im Inneren sind wegen des geringen Platzangebots sehr begrenzt. Eine dicke Zwischendecke aus Beton sorgt für Lagerfläche, die nur mit einer Leiter zu erreichen war. 

All dies aber schreckte Gössel nicht ab, die Trafostation für einen Euro von der RWE zu kaufen. Von der Stadt bekam er das insgesamt etwa 40 Quadratmeter große Grundstück dazu, sodass der Gesamtkaufpreis bei etwa 300 Euro lag. „Das war ein Schnäppchen“, meint Gössel. Jetzt hat der neue Eigentümer die Möglichkeit, sich einen Traum zu erfüllen: Ausstellungsfläche für all das, was der Elektrotechniker an Leistungen anbietet. 

Noch Gespräche mit dem Kreis

Installationen wie Jalousien- und Sonnenschutzantriebe, Garagen- und Torantriebssteuerungen sowie Beleuchtungsanlagen gehören dazu, aber auch Alarmtechnik wie Videoüberwachungsanlagen und Rauchmelder, sowie alles rund um Wärme, Kälte, Wasser und Kommunikationstechnik. 

Bis Gössel das Gebäude nutzen kann, stehen aber noch Gespräche mit dem Bauamt des Märkischen Kreises aus, denn der Innenausbau muss den Brandschutzbedingungen entsprechen. „Bis zum Schützenfest im August möchte ich gerne fertig sein“, sagt er über seinen „Leuchtturm von Mellen“

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