Turbine der historischen Mühle soll wieder Strom produzieren

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Der Mellener Peter Sikora ist schon seit vielen Jahren als Verwalter der Historischen Mühle Klusenstein aktiv. Er wünscht sich, dass eine der Turbinen zukünftig wieder Strom erzeugt.

Hönnetal - Das Fachwerkgebäude mit dem davor gelegenen Brunnen an der Bundesstraße 515 im Hönnetal, wirkt eher unscheinbar. Doch die Historische Mühle Klusenstein hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich.

Der 72-jährige Peter Sikora aus Mellen ist schon seit vielen Jahren der Verwalter des Anwesens, dessen Besitzer Klaus Peper in Baden-Württemberg beheimatet ist. Sikora, der für die Außenarbeiten an der Mühle verantwortlich zeichnet, gewährte der Redaktion einen Blick hinter die dicken Mauern des historischen Gebäudes.

Im Jahr 1265 wurde die Getreidemühle erbaut, die Aufstockung erfolgte 1914, der Einbau einer Turbine 1915. Renoviert wurde die Mühle in den Jahren von 1990 bis 1995 von Jochen Peper. Er ließ diese Eckdaten auf einer Tafel im Kellergewölbe des Gebäudes anbringen. „Er war sehr geschichtsinteressiert“, erinnert sich Peter Sikora.

Inzwischen gehört das Anwesen Klaus Peper, dem Sohn des Eigentümers. Und dieser lässt das zum großen Teil renovierungsbedürftige Erdgeschoss nach und nach sanieren. Dieses Projekt sei aber langfristig angelegt, erklärt Sikora.

Sehr selten sei Klaus Peper vor Ort, um die Ruhe im Hönnetal zu genießen, denn es dringt nicht viel Lärm von der Bundesstraße hinter die Mauern der alten Mühle. Für manche wäre dieser Ort zu abgelegen – für Langfinger war er einst ideal, um einzubrechen und Wertsachen mitgehen zu lassen. Mehr als zehn Jahre ist das inzwischen her, erinnert sich Peter Sikora. Erwischt wurden die Diebe nie.

Anders dagegen vor etwa vier Jahren, als Sikora erneut über ungebetene Gäste informiert wurde. Vor Ort konnte er einen der Diebe mit Hilfe seines Hundes bis zum Eintreffen der Polizei in Schach halten. „Ein treuer Gefährte“, lobt Sikora seinen Vierbeiner, das ihn zu seinen Ausflügen ins Hönnetal begleitet.

Seit 1984 ist dieses Bauwerk in die Denkmalschutzliste der Stadt Balve eingetragen. Unterhalb der Burg Klusenstein gelegen, war es einst eine Kornmühle, verraten die Geschichtsbücher. Sie besagen auch, dass die beiden ehemaligen Wasserräder durch eine restaurierte Turbine zur Stromgewinnung ersetzt wurden. Und an dieser Stelle wieder eine Turbine ans Laufen zu bringen, das ist der Wunsch des Verwalters.

Die notwendigen Anschlüsse sind weitgehend vorhanden, die technischen Möglichkeiten seien gegeben. „In dieser Mühle wurden 15 Kilowatt Strom in der Stunde produziert“, weiß Sikora. „Ein Teil für den privaten Bereich, der andere Teil wurde ins öffentliche Netz eingespeist.“

Nach und nach nimmt er die notwendigen Arbeiten in Angriff und kümmert sich zwischendurch um die Turbine. Der Mellener blickt über das große Gelände, deutet auf den Brunnen, der eine eigene Trinkwasserversorgung gewährleistet, und stellt fest: „Hier steckt viel Potenzial drin.“

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