Gebetsräume beeindrucken

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Orientalische Spezialitäten versorgten die Besucher kulinarisch und ließen die Erwachsenen ins Gespräch kommen, während die Kinder auf der Hüpfburg tobten.

Balve - Gastfreundschaft zeigte die Türkisch-Islamische Gemeinde am Samstag und Sonntag bei ihrem 8. Gemeindefest, der „Kermes“. Nicht nur Muslime nahmen teil, sondern auch alle, die sich für das Gemeindeleben interessierten. „Alle sind willkommen“, betonte der Vorsitzende Özkan Güler.

Während die Erwachsenen bei orientalischen Spezialitäten ins Gespräch kamen, konnten sich die Kinder bei Spielen und auf der Hüpfburg austoben. Verlockende Preise gab es außerdem bei einer Tombola zu gewinnen.

Besonders stolz sind Özkan Güler, Ayden Dalkiram und Mohammed Ali Ödemiz (von links) auf die besondere Keramik an den Wänden.

Zum Programm gehörten auch Führungen durch das Gemeindehaus, in dessen Obergeschoss neue Gebetsräume entstehen. Özkan Güler stellte dabei stolz das überwiegend in Eigenarbeit Geleistete dar: An den Wänden ist eigens für Moscheen angefertigte Keramik angebracht worden. Auf dem Boden liegt ein Wollteppich im Wert von 7000 Euro, den die Frauen der Gemeinde mit Spendenaktionen finanzierten. „Der alte Gebetsraum wurde zu klein“, erklärte der Vorsitzende, warum diese umfangreichen Arbeiten nötig waren. Besonders durch den Besuch der im Balver Stadtgebiet wohnenden Flüchtlinge sei die Gemeinde an ihre Grenzen gekommen. „Sehr viele sind es beim Freitagsgebet“, sagt Güler.

Vor drei Jahren wurde dann ein Entschluss in die Tat umgesetzt und die Bauarbeiten an dem 120 Jahre alten Haus an der Hauptstraße begannen. Mit umgestaltet wurde auch das Treppenhaus. Die alten Gebetsräume werden nun zu Seminarräumen umgestaltet. Ein Zimmer soll speziell den Flüchtlingen vorbehalten sein, um, so Özkan Güler, dort Sprachkurse durchzuführen.

„Wir sind stolz auf unsere Unterstützer“, dankt er allen Helfern, die diese Arbeiten ermöglichen. Ein Ende sei bisher nicht abzusehen, besonders das Erdgeschoss sei noch eine große Baustelle. Die fertiggestellten Gebetsräume mit der Mihrab genannten Gebetsnische und der Minbar, auf der Vorbeter Mohammed Ali Ödemiz zu den Gläubigen spricht, machten jedoch bereits großen Eindruck auf die Besucher.

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