Wohnmobilstellplätze nicht gesperrt

Trotz Übernachtungsverbots: In dieser Stadt im MK sind Camper weiterhin willkommen

In Balve können Camper die Wohnmobilstellplätze weiterhin anfahren. Dies nutzte am Wochenende auch Sonja aus Mülheim, hier mit Hund Mogli.
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In Balve können Camper die Wohnmobilstellplätze weiterhin anfahren. Dies nutzte am Wochenende auch Sonja aus Mülheim, hier mit Hund Mogli.

Im Kampf gegen das Coronavirus sind touristische Übernachtungen in diesem Monat deutschlandweit untersagt. In Nordrhein-Westfalen ist das Verbot in der Corona-Schutzverordnung des Landes festgeschrieben.

Deshalb haben auch im Märkischen Kreis viele Kommunen, etwa Altena und Hemer, reagiert und Wohnmobilstellplätze geschlossen.

In Balve ist dies nicht der Fall. Camper können die Stellplätze an der Murmke-Sporthalle weiterhin anfahren – und tun dies auch, wie erst am Wochenende wieder. Der Stadt ist dies bekannt, reagiert haben die Verantwortlichen bislang nicht.

Campern soll ein kurzer Urlaub ermöglicht werden

„Einzelne Wohnmobile stehen ab und zu dort, doch eine ständige Überfüllung in der Woche und an den Wochenenden gibt es nicht“, sagte Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, auf Anfrage der Redaktion. Diese Erfahrungen habe er bei Ausflügen mit dem Fahrrad dorthin selbst gemacht. Den Campern, die sich dort aufhalten, solle ein kurzer Urlaub ermöglicht werden. „Noch haben wir keine Beschränkungen erlassen, noch bleibt die Zahl der Nutzer im Rahmen“, sagte Bathe.

So hatte Sonja nichts zu befürchten. Die 49-Jährige aus Mülheim gehörte zu den Campern, die einen der drei Stellplätze an der Sporthalle am Wochenende nutzen. Sie könne das Angebot in Balve nur weiterempfehlen. „Der Platz ist sauber, ruhig und hat vor allem Strom“, sagte die Besucherin aus dem Ruhrgebiet. „Vor allem Strom haben nicht alle Stellplätze.“

Balve nur die zweite Wahl

Eigentlich habe Balve für diesen Wochenendausflug gar nicht auf dem Programm gestanden: „Wir wollten nach Hemer...“ Es folgte eine Internetsuche nach Wohnmobilstellplätzen im Sauerland, wobei dann Balve als nächster Standort in Frage kam. „Es ist schön hier“, erzählte sie im Gespräch mit der Redaktion, während sie mit ihrer Partnerin Tina (50) das Vordach aufstellte. Mit dabei waren auch ihre Hunde Jona und Mogli, Straßenhunde, die sie aus Rumänien und Spanien geholt hat.

Das Quartett machte sich am Samstag auf, die Stadt zu erkunden; die Infos dazu gab es im Internet. „Wir wollen an den Wochenenden etwas sehen“, sind Sonja und Tina immer auf Tour. Deshalb beschenkten sie sich zu Weihnachten mit einem Wohnmobil, das im Frühjahr ausgeliefert wurde. Seitdem haben sie das Leben auf vier Rädern schätzen gelernt: „Man bleibt mobil und muss trotzdem auf nichts verzichten.“ Platz gibt es auch für Fahrräder, mit denen die Frauen ihre Touren unternehmen. „Es macht Spaß, Neues zu entdecken – an diesem Wochenende eben in Balve.“

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