Ein Jahr nach der Eröffnung

Trostwald in Wocklum: Das ist die Bilanz nach gut einem Jahr

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Der Trostwald in Wocklum mit dem Andachtsplatz wird seit gut einem Jahr als alternative Bestattungsform in Balve gerne genutzt.

Wocklum – Rund ein Jahr nach der Eröffnung des Trostwaldes als alternative Bestattungsform in der Hönnestadt haben dort bereits 100 Beisetzungen stattgefunden.

Entsprechend zieht Betreiber und Waldbesitzer Jakob Graf Landsberg-Velen ein sehr positives Fazit der ersten mittlerweile gut 14 Monate. 

„Die Resonanz unter den Balvern und den Besuchern ist sehr gut. Den meisten gefällt die besonders friedliche Atmosphäre mit dem Blick ins Tal“, sagt Jakob Graf Landsberg-Velen. Diese Verbindung von Leben und Tod werde als sehr trostspendend empfunden. 

Grabschmuck nicht erlaubt

Gut angenommen werde von den Angehörigen das Trostwald-Konzept ohne Grabschmuck. „Nur selten finden sich im Nachhinein Gegenstände an den Grabstellen. Dadurch behält der Wald sein natürliches Aussehen“, so Lansberg-Velen. 

Stetig steigend sei die Nachfrage nach dem Erwerb eines Platzes an einem Trostbaum oder Kauf eines Partner- oder Familienbaumes als Vorsorge. „Und dass nicht nur bei Balvern, auch im Umland spricht es sich immer mehr herum“, sagt Jakob Graf Landsberg-Velen. 

Viele Auswärtige werden bestattet

Die Prognose, die vor Eröffnung des Trostwaldes aufgestellt wurde, dass der überwiegende Teil der dort Bestatteten nicht aus Balve kommen würden, habe sich bewahrheitet. „Rund 30 Prozent der Verstorbenen lebten in Balve. Der restliche Teil kommt aus dem gesamten Umland“, bilanziert Landsberg-Velen. 

Neben dem ökologischen Aspekt der Beisetzungsart würden die Besucher des Trostwaldes die besondere Stimmung und private Atmosphäre hervorheben. So bietet der Andachtsplatz mitten im Trostwald die Möglichkeit, die Trauerfeier unter dem Blätterdach großer Eichen vorzunehmen, bei schlechtem Wetter kann die Kapelle im Schloss Wocklum gebucht werden.

Interessierte können sich auf der neuen Internetseite balve.trostwald.de einen ersten Eindruck verschaffen und sich auf der Seite in Kürze auch über von Förster Heiner Otto angebotene Führungen durch den Trostwald informieren.

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