Trogbauwerk ein Highlight

Ludger Siebert (Leiter der Niederlassung Straßen.NRW in Südwestfalen), Landrat Thomas Gemke und Thomas Meyer (von links), der Zuständige für den Kreisstraßenbau, erklären den Bauplan der Maßnahme K12n.

GARBECK ▪ Die Baumaßnahme in Garbeck, die Ortumgehung K12n, befindet sich in ihrem letzten Bauabschnitt und soll spätestens im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden. Darüber infomierte am Montagnachmittag das Planungsstab des Landesbetriebs Straßenbau NRW um Niederlassungsleiter Ludger Siebert. Von Markus Jentzsch

Selbst für den Laien sind auf den ersten Blick die Herausforderungen erkennbar, mit denen sich die beteiligten Unternehmen auseinandersetzen müssen. Weil teils immense Höhenunterschiede auszugleichen sind, zudem auf einer Länge von fast 300 Metern ein sogenanntes Trogbauwerk errichtet wird, müssen gewaltige Erdmassen bewegt werden. Dabei stoßen die Bagger immer wieder auf große Felsbrocken, die sich mittlerweile an der K12 zu einem imposanten Berg auftürmen. Das Sauerland halte eine Fülle von Herausforderungen für alle Beteiligten parat, sagte Ludger Siebert.

7,2 Millionen Euro würde allein der dritte und letzte Bauabschnitt verschlingen, der sich durch einige anspruchvolle Aspekte auszeichnet. Insgesamt werden, wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist, 17 Millionen Euro in das Projekt geflossen sein, informierte Siebert. Garbeck werde besser „an die große Welt“ angeschlossen sein, waren sich die Vertreter von Straßen.NRW, die Kommunalpolitiker und der Landrat, die an dem Besichtungstermin teilnahmen, einig. 70 000 Kubikmeter Erdreich werden bewegt, die Hönne sowie der Garbach teilweise verlegt, eine Brücke musste errichtet werden, ein imposantes Trogbauwerk samt Pumpwerk rundet das ehrgeizige Projekt ab, das den Garbecker Ortskern merklich entlasten wird.

Die Entwässerung stellte bei der Planung eine besondere Herausforderung dar. Das Trogbauwerk ähnelt einem Tunnel ohne Dach und ist in vielen Bereichen dem Druck des Grundwassers ausgesetzt. Aus diesem Grund wird die Bodenplatte des 270 Meter langen Bauwerks in einer extrem schweren Ausführung umgesetzt, damit der Trog nicht „aufschwimmt“. 30 u-förmige Segmente mit je neun Metern Länge werden verbunden. Die Bodenplatte wird bis zu 2,20 Meter dick sein, damit sie den Kräften standhalten kann.

Rund 10 Jahre werden seit Beginn der Planungen vergangen sein, wenn die Maßnahme abgeschlossen ist. Dass der Wunsch nach dem Ausbau der K12 zwischen Garbeck und Neuenrade eine logische Konsequenz ist, liegt auf der Hand. Das sei eine wichtige Investition in die Infrastruktur, betonte Balves Bürgermeister Hubertus Mühling bei dieser Gelegenheit. Ende 2012 könne laut Straßen.NRW die Bewilligung für den Ausbau der Kreisstraße erfolgen, die dann in etwa ein bis zwei Jahren baulich umgesetzt sein könnte.

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