Trockenheit macht Probleme

Trinkwasser: Fördermengen gehen zurück

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Die Ruthmeckequelle liefert täglich noch 160 Kubikmeter Wasser.

Balve – Die Hitze hat auch Auswirkungen auf die Trinkwasserquellen im Stadtgebiet: An der Glärbach als Hauptversorgungsquelle der Balver mit Trinkwasser, aber auch am Fuhlbraucksiepen gehen die Fördermengen zurück.

„Durch den Zukauf von 1000 Kubikmeter Wasser pro Tag von den Stadtwerken Menden ist die Wasserversorgung in der Stadt und in allen Ortsteilen aber trotzdem weiterhin gesichert“, erklärte auf Anfrage der Redaktion Hans-Jürgen Karthaus, Stadtkämmerer und kaufmännischer Leiter der Stadtwerke Balve. 

Stark abhängig von der Witterung 

Dass Balve bei einer autarken Versorgung mit Trinkwasser sehr stark von der Witterung abhängig ist, verdeutlichte Karthaus an den aktuellen Zahlen der Glärbachquelle. 607 Kubikmeter Wasser kamen am Montag zu Tage, noch am Freitag zuvor waren es 650 Kubikmeter. Hält die Trockenheit an, sei mit weiter zurückgehenden Werten zu rechnen. Im Fuhlbraucksiepen werden täglich etwa 80 Kubikmeter Trinkwasser nach oben gepumpt. 

Die Ruthmecke in Volkringhausen liefert auch aktuell noch täglich 160 Kubikmeter Wasser. „Volkringhausen braucht aber nur 60 Kubikmeter, sodass das überschüssige Wasser wieder in den Bach und damit später wieder in die Hönne geleitet wird. Jetzt die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, 100 Kubikmeter dem Wasserkreislauf im Stadtgebiet zuzuführen, ist nicht sinnvoll“, sagte Karthaus. 

Änderungen für 2021 geplant 

Ändern wird sich dies, wenn 2021 zusammen mit dem Bau der Bundesstraße 229n über Sanssouci nach Wocklum auch die Wasserversorgung von der Ruthmecke für die Beckumer gewährleistet wird. Die dafür erforderliche Druckerhöhungsstation wird durch einen Neubau am „Kar“ realisiert.

Im gesamten Stadtgebiet werden täglich etwa 1350 Kubikmeter an Trinkwasser benötigt. Dabei wird auf die Glärbachquelle gesetzt, die nach starken Regenfällen durchaus 2000 Kubikmeter ausschütten kann. Es gibt aber auch andere Extreme: Im September 2019 wurde mit 450 Kubikmetern an Tagesfördermenge der bislang niedrigste Stand erreicht; damit wurde der Wert aus dem November 2018 mit 494 Kubikmetern noch unterboten. Hans-Jürgen Karthaus: „Wir werden in der Zukunft häufiger mit geringen Werten leben und immer wieder Wasser zukaufen müssen.“

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