Entscheidung gefallen

Trägerwechsel in Seniorenheim im MK ist perfekt

Die Altenpflegeeinrichtung St. Johannes in Balve hat einen neuen Träger aus dem Bereich der Caritas.
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Die Altenpflegeeinrichtung St. Johannes in Balve hat einen neuen Träger aus dem Bereich der Caritas.

Ein neuer Träger für eine Senioreneinrichtung im Märkischen Kreis ist gefunden. Der will gleich richtig viel Geld in die Hand nehmen, um in das Haus zu investieren. Gleichzeitig ändert sich die Gesellschafterstruktur. Auch was aus den Mitarbeitern werden soll, ist geklärt.

Balve ‒ Mehr als 30 Bewerbungen für die neue Trägerschaft für das Altenpflegeheim St. Johannes ab dem 1. Januar 2021 sind in diesem Jahr beim Kirchenvorstand der St.-Blasius-Gemeinde als Eigentümerin eingegangen. Die Kirchengemeinde hatte den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis als bisherigen Träger gekündigt.

Der neue Träger wurde nun am Freitag vorgestellt: Der Caritasverband Arnsberg-Sundern wird den Betrieb ab dem nächsten Jahr weiterführen. „Wir haben einen finanzstarken Partner aus der Nachbarschaft gefunden“, betonte der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Jürgen Känzler.

Und dieser Partner geht gleich in die Vollen, wie einer der beiden Caritasverbands-Vorstandsmitglieder, Marek Konietzny, erklärte: „Wir gehen von Modernisierungen in Höhe von 4,5 Millionen Euro und einem Erweiterungsneubau in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus.“ Diese Gesamtinvestitionen in Höhe von sechs Millionen Euro übernimmt der Caritasverband Arnsberg-Sundern ebenso wie die bisher angelaufenen Verbindlichkeiten und Schulden in Höhe von 2,2 Millionen Euro – der neue Träger ist wirtschaftlich ein Gewinn für die Pfarrgemeinde St. Blasius.

Diese zog am 3. August einen Schlussstrich unter die seit den 1990-er Jahren währende Kooperation mit den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis. „Unser Weg endete dort“, sagte dazu der Nachfolger von Thomas Wülle in der Geschäftsführung, Henning Eichhorst. „Die Ideen zur weiteren Entwicklung waren zu unterschiedlich.“ Als Vertreter der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis nahm er an der Präsentation des neuen Trägers teil und wünschte diesem alles Gute für die Zukunft.

„Es ist eine große und wichtige Entscheidung für Balve, dass dieses Altenheim in kirchlicher Hand bleibt.

Hubertus Mühling, Bürgermeister von Balve

Für den Caritasverband Arnsberg-Sundern stehe, so der Caritasrats-Vorsitzender Friedhelm Wolf, der Mensch im Mittelpunkt: „Es gilt, dieses Haus weiterhin auf hohem Niveau zu führen.“ Für das Vorstandsmitglied Christian Stockmann steht fest: „Balve hat mit uns jetzt einen starken Partner an der Seite. Und gemeinsam werden wir die großen Herausforderungen in der Zukunft gestalten.“

Für den Kirchenvorstand, aber auch für Pfarrer Andreas Schulte beginnt jetzt die Zukunft mit der Nachfolgegesellschaft. Und auch Bürgermeister Hubertus Mühling sieht „seine“ Stadt damit auf dem richtigen Weg: „Es ist eine große und wichtige Entscheidung für Balve, dass dieses Altenheim in kirchlicher Hand bleibt.“

Dabei begannen die Kontakte mit dem Caritasverband Arnsberg-Sundern als Bewerber um die Trägerschaft erst spät: Jürgen Känzler wies auf das erste Gespräch mit Marek Konietzny am 6. Juli hin, zu einer Zeit, in der schon intensive Gespräche mit den vorliegenden Bewerbern geführt wurden. Nach und nach blieben dann von den 30 potenziellen Kandidaten nur noch eine Handvoll übrig. Dass die Wahl auf den Caritasverband Arnsberg-Sundern fiel, erklärte Kirchenvorstandsmitglied Ludger Terbrüggen so: „Wir haben uns für den Besten entschieden.“

Damit entsteht ab dem 1. Januar auch eine neue Gesellschafterstruktur, in der der Caritasverband Arnsberg-Sundern 89 Prozent der Anteile hält, und die neu gegründete CariPro-Gesellschaft zur Förderung caritativer Einrichtungen im Erzbistum Paderborn mbH die restlichen elf Prozent. Zwischen der Katholischen Kirchengemeinde St. Blasius-Balve als Eigentümerin, die zusammen mit der St. Marien gem. GmbH erbbauberechtigt ist, wird mit dem neuen Mehrheitsgesellschafter ein Mietvertrag geschlossen. Damit einher geht die Übernahme der 80 Mitarbeiter voraussichtlich zum 1. Februar.

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