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42 Familien setzen Zeichen auf Borkenkäfer-Wüstfläche

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Von: Julius Kolossa

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Mutterboden, Pflanzstöcke, Wasser, Verbissschutz und ein Namensschild gehören zum Gesamtprogramm. 42 Baumbesitzer setzten am Samstag ein Zeichen für ihre Familien.
Mutterboden, Pflanzstöcke, Wasser, Verbissschutz und ein Namensschild gehören zum Gesamtprogramm. 42 Baumbesitzer setzten am Samstag ein Zeichen für ihre Familien. © Julius Kolossa

Es war voll am Samstag im Babywald, denn am ersten Pflanztag wollten alle 42 Baumbesitzer mit jeweils ihrem eigenen Baum ein sichtbares Zeichen für ihre Familie setzen. „Der Umweltgipfel in Glasgow geht zu Ende, und hier in Mellen wird gehandelt“, sagte dazu die Pfarrerin Antje Kastens. „Hier wird etwas für unsere Welt getan.“

Balve - Die evangelische Geistliche und der katholische Pfarrer Andreas Schulte gaben ihren Segen für dieses Projekt, mit dem Bäume für die neugeborenen Mädchen und Jungen aus Balve und den Ortsteilen gepflanzt werden dürfen. Die Idee dazu wurde vor drei Jahren in einer Dorfversammlung geboren. Daran erinnerte Bürgermeister Hubertus Mühling in seiner Begrüßung „im ersten und einzigen Babywald in Balve.“

Vor einem Jahr wurde eine insgesamt 4000 Quadratmeter große Waldfläche von Landwirt Johannes Vedder-Stute von der Stadt für diese Zwecke für 30 Jahre gepachtet. Der Borkenkäfer hatte an den bisher hier stehenden Fichten ganze Arbeit geleistet, so dass die Fläche brach lag. Die neue Nutzung mit der Anpflanzung von Esskastanie, Winterlinde, Traubeneiche und Walnuss als hoffentlich klimabeständige Baumarten kommt daher gelegen. „Ich freue mich über jeden Neubürger, und wünsche dem Wald entsprechend viele Bäume.“

Die ersten wurden jetzt an der alten Vogelstange in Mellen gesetzt. Pflanzanweisungen hatten Lisa Schäfer und Lea Schulze Tertilt vom Babywald-Team, das aus insgesamt zwölf Mitgliedern besteht, zusammengestellt. Mutterboden, Pflanzstöcke, Wasser, Verbissschutz und ein Namensschild gehörten mit zum Gesamtprogramm. Stolz auf ihr Werk waren am Ende alle, darunter auch Familie Flöper aus Garbeck: „Es ist eine schöne Sache.“

So sieht es auch Lisa Schäfer, die mehr als zufrieden mit dem ersten Pflanztag war. 2022 soll dieser Aktionstag wiederholt werden.

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