Tödlicher Unfall: Gutachten liegt noch immer nicht vor

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Der tödliche Unfall am 1. August ereignete sich fast genau auf der Kreisgrenze.

Beckum - Mehr als zwei Monate nach dem tödlichen Unfall auf der Bundesstraße 229 zwischen Beckum und Hövel liegt das Ergebnis des Unfall-Rekonstruktions-Gutachtens noch immer nicht vor.

Das sagte Klaus Neulken von der Staatsanwaltschaft Arnsberg. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Neulken. Auf das Ergebnis des Gutachtens werde weiterhin gewartet. 

Am Abend des 1. August war ein gelber Audi frontal in einen VW Golf gerast. Der Unfallfahrer, ein 41-Jähriger aus Hemer, der zum Zeitpunkt der Kollision alkoholisiert war, wurde leicht verletzt. Von den fünf VW-Insassen verstarb eine Person noch an der Unfallstelle, die vier anderen erlitten allesamt schwerste Verletzungen. 

Hat ein Rennen zum Crash geführt? 

Vor dem Unfall soll sich der Hemeraner ein illegales Autorennen mit einem 57-Jährigen aus Soest, unterwegs in einem roten Porsche, geliefert haben. Der Soester flüchtete nach dem Unfall zunächst, meldete sich am Folgetag jedoch bei der Polizei. 

Zum aktuellen Stand der Ermittlungen wollte Neulken mit Verweis auf das fehlende Gutachten nichts sagen. Ebenso wenig zu der Frage, ob sich einer der beiden Männer mittlerweile zum Unfallhergang geäußert hat. 

Anklage wegen fahrlässiger Tötung?

Mutmaßlich werde von einem Rennen zwischen diesen beiden Autos ausgegangen, sagte der Jurist lediglich. „Wie der jeweilige Tatbeitrag der beiden Fahrer zu bewerten ist, das ist noch Gegenstand der Ermittlungen“, so Neulken weiter.

Schwerer Verkehrsunfall zwischen Balve und Sundern

Der Staatsanwalt rechnet damit, alle Ergebnisse bis in etwa drei Wochen zusammenfassen und anschließend die Anklage erstellen könne. Auf den Mann aus Hemer und den Soester könnte eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen eines illegalen Autorennens zukommen. 

Verhandelt werden soll entweder vor dem Schöffengericht oder vor der Strafkammer.

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