Balver Schützen mit doppelter Geschäftsführung

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Vorsitzender Christoph Rapp (2. von links) stellte den alten und neuen Kassierer Tobias Keil (links) und die beiden neuen Geschäftsführer Thomas Scholz und Wolfgang Riecke vor.

Balve - Die erste Mitgliederversammlung unter seiner Führung hatte sich Christoph Rapp als Vorsitzender der St. Sebastian Schützenbruderschaft Balve sicherlich einfacher vorgestellt. Sehr viele brisante Themen wie Beitragserhöhung, Satzungsänderungen und die Sanierungsmaßnahmen am Höhlenmund standen auf der Tagesordnung und sorgten an diesem sehr langen Abend für oft hitzige Debatten.

Nach der Messe in St. Blasius fanden sich zahlreiche Schützenbrüder im Jugendheim ein. Die Diskussion über die Anpassung des Mitgliedsbeitrags wurde auf der Tagesordnung vorgezogen. Hier gab es reichlich Gesprächsbedarf, denn einigen Schützenbrüdern war diese deutliche Erhöhung um 9 Euro viel zu hoch. 

Andere hätten lieber gar keine Erhöhung gehabt und stattdessen den Bierpreis angehoben. So wurde lange hin und her diskutiert.

Für Wolfgang Riecke, der diese Beitragserhöhung zu erklären versuchte, war es nicht einfach, so manch erhitztes Gemüt zu beschwichtigen. Die letzte Beitragserhöhung lag 16 Jahre zurück und seitdem seien die laufenden Kosten stets gestiegen, betonte Riecke und zählte zahlreiche Punkte auf, wo der Bruderschaft erhebliche Kosten entstehen.

Bei der Abstimmung gab es von 177 Mitgliedern 30 Enthaltungen und 15 Gegenstimmen. So entschied sich der große Teil der Mitglieder für die neue Beitragshöhe, die nun 24 Euro im Jahr beträgt.

Bevor es zu den Satzungsänderungen kam, stellte der kommissarische Geschäftsführer Thomas Scholz heraus, welche Aufgaben für den Geschäftsführer anfallen. Für einen Berufstätigen, der die ehrenamtliche Arbeit in den Abendstunden leisten müsse, sei es kaum möglich, dies allein zu bewältigen. So habe der Vorstand sich entschlossen, diese Aufgaben auf zwei Geschäftsführer zu verteilen, die beide die volle Verantwortung tragen.

Aus diesem Anlass musste die Satzung geändert werden. Dort heißt es jetzt: "Der Vorstand der Bruderschaft besteht aus dem Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Oberst, zwei Geschäftsführern und dem Kassierer."

Die zweite Satzungsänderung betraf die Amtsdauer des Vorstandes. In beiden Fällen entschieden sich die Mitglieder für die Satzungsänderung.

Bei den Wahlen stellte sich der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Schweitzer zur Wiederwahl, ebenso der Kassierer Tobias Keil und das Beiratsmitglied Berthold Köster. Alle wurden in ihren Ämtern bestätigt. Mit sehr großer Mehrheit gewählt wurden die neuen Geschäftsführer Wolfgang Riecke (bis 2019) und Thomas Scholz (bis 2021).

Neu in den Beirat wurde Thomas Griese gewählt. Bei der Wahl des Kassenprüfers entschied sich die Versammlung für Norbert Jonen. 

Eine rege Debatte gab es auch als es um die Höhlenmundsanierung ging. Drei Angebote hatte die Bruderschaft eingeholt. Am Ende hatte die Firma Bergbau Feldhaus – die schon jahrelang die Sanierungsarbeiten in der Höhle durchführt – mit 86.000 Euro das beste Angebot vorgelegt.

Lange wurde über die Notwendigkeit diskutiert, bis schließlich Bruno Köck den Mitgliedern unmissverständlich erklärte, dass der Kalkstein den Witterungsverhältnissen ausgesetzt und eine Sanierung unausweichlich sei. „Wenn wir die Höhle behalten wollen, müssen wir Geld hinein stecken“, drückte er sich ganz deutlich aus. Schon im Februar oder März dieses Jahres soll die Firma Feldhaus mit den Höhlenmundsanierungen beginnen

Die 2. Kompanie hatte einen Antrag gestellt, die beitragsfreien Rentner zur Kasse zu bitten – das kam bei vielen Schützenbrüdern nicht gut an. Nach langer Diskussion entschied sich die Versammlung gegen diesen Antrag. Erst nach viereinhalb Stunden konnte Christoph Rapp die ungewöhnlich lange Versammlung beenden.

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