„Der Verfahrensablauf stockt“

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Fledermaus- und Vogelkästen von außen und eine Kreativwerkstatt von innen haben Bianca und Christian Bücker geplant.

Mellen - Das mehr als 100 Jahre alte Trafohaus in Mellen an der Ringstraße steht weiterhin leer – und enttäuscht damit besonders Bianca und Christian Bücker. Bereits mit der Planung und Umgestaltung des Brunnes zum Barfußpfad auf dem Dorfplatz stellte das Ehepaar unter Beweis, dass Ideen um das Dorf zu verschönern schnell umgesetzt werden können.

Dass die Umgestaltung auf dem Dorfplatz gut ankommt, ist seit der Einweihung im April immer wieder in Mellen zu hören. Ähnlich hatten es sich die Bückers auch für das Trafohaus vorgestellt: Von außen sollen Staren-, Fledermaus- und Eulenkästen angebracht werden, innen soll eine Kreativwerkstatt entstehen, so die Planung der beiden. Ihr Interesse an der Umgestaltung machten sie bereits während der Dorfversammlung im September 2016 öffentlich.

Bereits seit September 2016 sind die Pläne des Paars zur Aufwertung des Gebäudes bekannt, tun können sie jedoch seit Monaten nichts.

„Und jetzt warten wir“, sagen Bianca und Christian Bücker nun acht Monate später im Gespräch mit unserer Zeitung vor Ort. Weder mit der Stadt, die nach wie vor Eigentümer des 55 Quadratmeter großen Grundstücks ist, noch mit Westnetz, von der das Gebäude übernommen werden kann, habe ein verbindlicher Termin für die noch erforderliche Vermessung wegen einer benachbarten Zufahrt vereinbart werden können. Und dabei schien es doch so, dass die Idee der Bückers eine Aufwertung für Mellen an dieser Stelle versprach.

Den bis 2013 betriebenen zweigeschossigen Stromverteiler wollte kein Verein übernehmen, als nächste Möglichkeit sahen die Verantwortlichen einen Abriss in diesem oder dem nächsten Jahr. Auch eine Nutzung als Lagerfläche war im Gespräch. All das möchte das Ehepaar mit ihren Plänen verhindern. Sie machen stattdessen auf das Potenzial der Immobilie aufmerksam, es könne auch mit einem Mellener Wappen versehen werden, schlagen sie vor. Sogar der Ortsvorsteher war im September von der Aufwertung angetan, sah er doch bei der ökologischen Nachnutzung die Möglichkeit, ein Leader-Projekt daraus zu entwickeln.

Bevor die Bückers jedoch starten können, muss vermessen werden. Immer wieder seien sie vertröstet worden: „Langsam haben wir die Hoffnung aufgegeben“, sagen sie dazu. Von Seiten der Stadt verwies Bürgermeister Hubertus Mühling auf Anfrage darauf, dass das Gebäude zu Innogy gehöre. Von dem Betreiber aus sei die Vermessung vorzunehmen. „Der Verfahrensablauf stockt“, teilte er dazu mit. Aber erst nach dem Vermessen könne die Stadt tätig werden, das Interesse an dem von den Bückers vorgestellten Konzept bestehe nach wie vor.

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