Tempokontrollen im Hönnetal

71 km/h zu schnell: Motorradfahrer aus dem Kreis muss künftig laufen

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Symbolbild

Balve - Bei Schwerpunktkontrollen im Hönnetal gingen der Polizei einige Temposünder ins Netz. Einige von ihnen erwartet ein Fahrverbot. Einen Fahrer traf es besonders hart. Ein anderer durfte sein Motorrad nur noch schieben.

Polizeibeamte führten am Mittwoch im Hönnetal eine Kombination aus Maßnahmen der Verkehrsunfallprävention und operativen Geschwindigkeitsmessungen durch. Das bezog sich in erster Linie auf motorisierte Zweiräder.

Das sah in der Praxis so aus: An der B515 in Oberrödinghausen  (Menden) hielten Beamte Motorradfahrer an und sprachen mit ihnen über die besonderen Gefahren und verkehrsgerechtes Verhalten. Gut einen Kilometer weiter südlich kontrollierte die Polizei bei Volkringhausen (Balve) das Tempo. "Die Gespräche wurden somit unmittelbar in der Wirksamkeit überprüft", heißt es in der Meldung der Polizei. Ergebnis: Keiner der angesprochenen Kradfahrer fuhr zu schnell.

Dafür aber 181 andere Verkehrsteilnehmer. Sie mussten zahlen. Vier Pkw-Fahrer erhalten in den nächsten Tagen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, da sie deutlich zu schnell waren. Der auffälligste wurde mit 93 km/h gemessen (160,- EUR Bußgeld, 1 Monat Fahrverbot, 2 Punkte in Flensburg).

Drei Monate Fahrverbot für den Tagesschnellsten

Bei einer weiteren Tempokontrolle auf der B229 in Beckum gab es 239 Fahrer, die schneller waren als die erlaubten 50 km/h. 23 von ihnen erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Unter den 23 befanden sich acht Motorradfahrer. Fünf davon erwartet ein Fahrverbot. Die Geschwindigkeiten der Zweiradfahrer betrugen 121 km/h, 113 km/h, 102 km/h, 89 km/h und 86 km/h.

Für den "Tageschnellsten" (MK-Zulassung) beträgt die Regelbuße 480,- Euro, 2 Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Balver muss sein Motorrad schieben

Bei dem mit 102 km/h gemessenen Kradfahrer aus Balve kam erschwerend hinzu, dass eine unzulässige Manipulation an der Abgasanlage vorgenommen wurde. Das Entfernen eines Dämpfungsfilters sorgte für eine enorme Lärmemission. Damit war die Betriebserlaubnis erloschen. Zur Beweisführung wurde die Abgasanlage sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Das Motorrad schiebend verließ der Fahrer den Anhalteort.

Das gleiche Schicksal ereignete sich für einen an der Präventionskontrollstelle angetroffenen Zweiradfahrer aus Unna. Nach der Sicherstellung der manipulierten Abgasanlage war für ihn ebenfalls die Fahrt beendet.

Die Kontrollen werden fortgesetzt.

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