Tempo 30 auf der B 229 in Beckum

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Mitarbeiter der Straßenmeisterei Iserlohn befestigen das Tempo-30-Schild an der Arnsberger Straße. ▪

BECKUM ▪ Solange das Hönnetal gesperrt ist, wird der Verkehr über Beckum geleitet. Eltern und Anwohner sind dort seitdem in noch höherem Maße um die Schul- und Kindergartenkinder besorgt, deren Weg an der ohnehin schon vielbefahrenen Bundesstraße 229 vorbeiführt. Gestern installierten Mitarbeiter der Straßenmeisterei Iserlohn Tempo-30-Schilder, um den Verkehr zu beruhigen.

An der Einmündung zur Straße am Sürkenstein, die zum Kindergarten Antonius Beckum führt, und dem Abzweig zur Nikolausstraße, an der die Grundschule liegt, wurden je drei Schilder fest an Straßenlaternen montiert. Sie sagen „Achtung Kinder!“ und geben eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern für eine Strecke von 400 Metern vor. Die Schilder sollen zumindest für die Zeit der Umleitung gelten.

Ortsvorsteher Johannes Schulte (CDU) will mit der Ortsunion nun besprechen, ob beim Märkischen Kreis beantragt werden soll, die Geschwindigkeitsbegrenzung auch nach der Hönnetal-Sperrung beizubehalten. Er hält die Maßnahme „zumindest für den Schwerlastverkehr“ für durchaus sinnvoll.

In diesem Fall müsste sich die Ortsunion an den Verkehrssicherheitsbeirat des Kreises wenden, sagt Hendrik Klein, Pressesprecher des Kreises. Der setzt sich aus Vertretern der städtischen Ordnungsbehörde, der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei, der Verkehrswacht und der Bezirksregierung Arnsberg zusammen. Grundsätzlich sei eine Verkehrsberuhigung auf Bundesstraßen jedoch schwierig.

Johannes Schulte weist noch auf einen weiteren Gefahrenpunkt in Beckum hin: Seit Anfang dieses Jahres kämpfe die Ortsunion dafür, dass die Schulbushaltestelle verlegt wird. Derzeit steigen die Mädchen und Jungen, die mit dem Bus kommen, im Kurvenbereich vor Alettas Country- und Western-Saloon aus. Aus Schultes Sicht wäre es sinnvoll, wenn die Haltestelle auf der anderen Straßenseite eingerichtet wird, damit die Kinder die Bundesstraße nicht überqueren müssen. Ein entsprechender Antrag sei jedoch abgelehnt worden – auch wenn das offizielle Schreiben noch nicht vorliege. Momentan werde keine bessere Alternative zum bisherigen Standort der Bushaltestelle gesehen. Für Busse gebe es keine geeignete Wendemöglichkeit. Zudem sei eine Verlegung der Haltestelle vor die Sparkasse besprochen worden. Dort befinden sich jedoch Kundenparkplätze, die circa acht bis zwölf Mal pro Tag behindert würden. Weitere Standorte für die Haltestelle gebe es nicht. Die Stadt wolle allerdings prüfen, ob sie wenigstens beleuchtet werden kann.

Aufgeben will der Ortsvorsteher dennoch nicht, er hofft auf weitere Gespräche mit dem Märkischen Kreis. Es habe im August einen Behördentermin vor Ort gegeben, allerdings in den Ferien. „Ich möchte, dass sich Vertreter des Kreises und der Polizei die Situation am Morgen angucken.“ Denn gerade dann sei es in der Vergangenheit schon oft zu brenzligen Situationen gekommen. Einen Zebrastreifen oder eine Ampel gibt es auf dem Weg zur Schule nämlich nicht. ▪ acn

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