Tausche Plüschtier gegen Buch

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Helmut Schäfer hatte im Vorjahr die Idee, die auf Anhieb von 400 Menschen genutzt wurde.

BALVE - Die Bude auf dem Drostenplatz ist eine Schatzkiste: Das Sortiment ähnelt einem gut sortierten kleinen Laden, wechselt ständig und lebt von den Gebern und Nehmern, denn Jeder darf dort Gegenstände ablegen, die für andere noch nützlich sein könnten.

„Alles kostet keinen Cent“, stellte Helmut Schäfer die Nutzungsordnung der Geben-und-Nehmen-Bude vor. Dabei knüpfte er an die positiven Erfahrungen des Vorjahres an, als 400 Nutzer gezählt wurden.

„Anderen soll eine Freude gemacht werden“, beschreibt er das Prinzip. Dass die Bude in Nähe seines Immobilienbüros steht, ist kein Zufall, sondern Absicht, denn so kann er immer wieder einen Blick auf die Auslagen werfen. „Diese Bude ist und soll kein Müllabladeplatz werden“, betont Schäfer.

Im vergangenen Jahr wurde dieses Prinzip auch eingehalten, musste doch nur ein kleiner Teil der abgegebenen Gegenstände direkt im Müll entsorgt werden. Viel mehr überwiegt das gut gemeinte Spenden, wie sich bei den Sachen in den Regalen zeigt.

Plüschhund und Sporttasche, die Schäfer jetzt bei der (Wieder-)Eröffnung nach dem Aufbau zur Hand nahm, fanden schon wenige Stunden später neue Besitzer. Es werden immer mehr Bücher abgegeben, aber auch Puppen und anderes Spielzeug, verschiedene Dekorationsartikel sowie Haushaltsgegenstände.

Unabhängig vom Geldbeutel soll genommen werden, was gefällt. So steht es auch auf einem Schild am Eingang zur Bude. Diskretion ist dabei Ehrensache: „Niemand führt Buch, wer wann was gibt oder nimmt.“ Schäfers Idee einer solchen Bude stößt – wie im vergangenen Jahr – bereits in den ersten Tagen auf große Resonanz. Ständig wechselt das Angebot an durchaus hochwertigen Sachen. Schäfer bittet alle Bürger darum, sein Angebot anzunehmen.

Von Julius Kolossa

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