Tanz der Elemente im Schatten der Luisenhütte

WOCKLUM ▪ Gigantische Stelzen-Figuren entführten die Besucher des Festivals Luise heizt ein rund um das altehrwürdige Industriedenkmal am Samstag in die Welt der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Eisen.

Zwar füllte sich das Gelände zunächst nur schleppend mit Besuchern, doch umso mehr Publikum genoss später den lauen Sommerabend an der Luisenhütte und ließ sich von dem außergewöhnlichen Programm begeistern.

Es sei wichtig, der Öffentlichkeit das Denkmal Luisenhütte näher zu bringen, betonte Landrat Thomas Gemke bei der Eröffnung. Er dankte den Organisatoren des Märkischen Kreises, der das Festival im Rahmen der regionalen Kulturpolitik Südwestfalen zum fünften Mal veranstalte. „Das Programm passt zur Luisenhütte“, versprach Martina Kretschmer, Fachdienstleiterin Kultur beim Märkischen Kreis. Damit sollte sie Recht haben: Eine willkommene Erfrischung boten die Wasserinstrumente des Düsseldorfer Mobilen Musik-Museums. Mit einfachen Mitteln wie Flaschen, Rohren und Badelatschen ließ es sich in mit Wasser gefüllten Wannen herrlich musizieren. Diese Mitmach-Aktion lockte nicht nur die Kinder. Auch Erwachsenen entdeckten ihre musikalischen Talente.

Hier gibt es Fotos vom Festival Luise heizt ein:

Luise heizt ein 2010

Die besonderen Höhepunkte des Festivals waren aber die fantastischen, bis zu sechs Meter hohen Stelzen-Figuren des Helmnot-Theaters aus Lichtenstein in Sachsen. So standen die Traumflieger das Element Luft, die Kristalle und der Stern verkörperten fast tänzerisch das Wasser und die Giganten das Eisen. Um Feuer und Wind drehte es sich auf dem Gelände hinter der Luisenhütte, wo die Windriders eine spektakuläre Show präsentierten. Bis zu zwölf Meter hohe „Flammen“ erzeugten zwei Tänzerinnen durch Stoffe, Licht- und Windeffekte. Vor allem in der Dunkelheit produzierten diese Bilder beim Betrachter die Illusion riesiger Feuerzungen. Zudem wurde diese Szenerie von echten Feuerfontänen untermalt.

Als „poetische Reise durch die Elemente“ beschrieb der künstlerische Leiter des Helmnot-Theaters, Dirk Grünig, das eigens für die Luisenhütte gestaltete Programm. Die ansonsten nonverbalen Choreografien wurden mit poetischen Texten angekündigt. „Ausnahmsweise arbeiten wir heute mit Sprache“, berichtete er. Zudem präsentierte das Theater mit den Living Frames eine Premiere, denn erstmals zeigten die Darsteller ihre Verwandlungskünste in überdimensionalen Bilderrahmen unter freiem Himmel.

Die Luisenhütte war ebenfalls einen Besuch wert. Die Gäste konnten sich dort über die älteste vollständig erhaltene Holzkohlehochofenanlage Deutschlands informieren. Ebenso lud das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve zu einer Exkursion ein. So war auch die fünfte Auflage von Luise heizt ein wieder ein kulturelles Highlight für die gesamte Familie. ▪ uba/paul

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