Urteil ist rechtskräftig

Überfall auf Schützenfest: Täter bekommt Geldstrafe

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Garbeck – Das Urteil gegen den 40-Jährigen, der auf dem Garbecker Schützenfest im Juli 2018 den 2. Vorsitzenden der Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige, Martin Vielhaber, brutal zusammengeschlagen hatte, ist gesprochen.

3000 Euro sind in 60 Tagessätzen zu jeweils 50 Euro an die Staatskasse zu zahlen. „Dieses Urteil durch das Amtsgericht Menden ist bereits rechtskräftig“, teilte Oberstaatsanwältin Claudia Rosenbaum auf Anfrage unserer Redaktion mit. Der Vorfall hatte damals ganz Garbeck erschüttert. 

In der Nacht von Schützenfest-Samstag auf -Sonntag wurde Vielhaber mit einer blutenden Kopfwunde und bewusstlos auf dem Schützenfestplatz von Besuchern gefunden. Im Krankenhaus wieder aufgewacht, konnte sich Vielhaber an nichts erinnern, sodass umfangreiche Ermittlungen der Polizei erforderlich waren, den Täter zu fassen. 

Martin Vielhaber selbst erfuhr erst nach Anfrage durch die Medien von dem Urteil, sagte am Donnerstag zu dem Verfahren: „Ich wusste von nichts.“ Die Erklärung liefert Oberstaatsanwältin Rosenbaum: „Der Geschädigte hat keinen Antrag auf Akteneinsicht oder auf Auskunftsersuchen gestellt, sodass es keine Veranlassung zur Information gab.“ 

Geregelt ist dies in der Strafprozessordnung. Nachdem Vielhaber nun Kenntnis von dem Urteil hat, kann er zivilrechtliche Schritte einleiten, um Schadensersatz vom Täter zu erhalten.

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