Weg in die Digitalisierung

Der Abschied vom Papier

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Realschul-Leiterin Nina Fröhling und Romina Krollmann von der Echterhage-Holding stellten die neuen Tablets vor.

Balve - Das Kollegium an der Realschule wirkt hochmotiviert, da ab dem Schuljahr 2019/2020 die Schüler der Jahrgangsstufe 7 je ein Tablet erhalten. Und damit beginnt ein neues Zeitalter auf dem Weg in die Digitalisierung, bei der sich Lehrer und Schüler nach und nach von Büchern und Heften verabschieden werden.

„So ganz ohne geht es aber doch nicht“, betonte Schulleiterin Nina Fröhling, die am Freitag einen Blick in die Zukunft warf. „Als ich vor sechs Jahren Schulleiterin wurde, hatte ich einen iPad, der sehr schwer und vor allem etwas ganz Besonderes, weil nicht Alltägliches war. Heute ist dieser Standard.“

Sie erinnerte sich auch daran, wie sie 2012 einzelne Whiteboard unter anderem für die naturwissenschaftlichen Fächer als große Bereicherung für die Schule ansah. Dass inzwischen jede Klasse über eine solche elektronische Tafel verfügt, sei damals nicht vorstellbar gewesen.

Heute sei die Realschule Balve im Märkischen Kreis bei der Ausstattung mit digitaler Technik ganz vorne mit dabei. Der nächste Schritt sei nun, alle Schüler ab den 7. Klassen mit einem iPad auszustatten: „Das bedeutet nicht automatisch guten Unterricht, ist aber eine Grundlage dafür.“

Die 25 Lehrer jedenfalls sind gut vorbereitet. Eine aus ihren Reihen gebildete Mediengruppe schult sie im Umgang mit der Technik. Fröhling: „Die Voraussetzung, dass die Kinder mit den iPads arbeiten können, ist, dass die Lehrer damit umgehen können.“

Regine Pütthoff und Frank Klari sind zwei davon. Unendliche Möglichkeiten sieht Pütthoff in ihren Fächern Englisch, Sozialwissenschaften und Politik. Ein bequemeres Unterrichten sei möglich. Arbeitsblätter könnten schneller an die Schüler übermittelt werden. Und diese könnten die Aufgaben dann direkt auf dem Computer bearbeiten. Ihr Kollege Klari sieht ebenso viel Potenzial in seinem Unterricht für Mathe, Chemie, Informatik und Physik.

Einen Partner auf dem Weg in das digitale Zeitalter hat die Realschule mit der Echterhage-Holding gefunden, die die Ausstattung finanziell unterstützt. Über die Höhe wurden keine Angaben gemacht.

Darüber hinaus initiierte die Holding in diesem Schuljahr neben einem Workshop für alle Neuntklässler auch ein auf sechs Wochen angelegtes Projekt auf freiwilliger Basis. Vier Jungen und zwei Mädchen nahmen daran teil. Am Ende nahmen sie ein an der Werkbank selbst hergestelltes Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel mit. Romina Krollmann, zuständig für Personal und Ausbildung, sah darin eine gute Gelegenheit zur Berufsorientierung.

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