Regionalratswanderung

Südwestfalens Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung trifft sich in Balve 

Zeit für Gespräche in zwangloser Runde: Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nutzten die Regionalratswanderung in Balve zum Austausch.
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Zeit für Gespräche in zwangloser Runde: Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nutzten die Regionalratswanderung in Balve zum Austausch.

Kurze Wege, zwangloser Austausch im Wanderhemd: 150 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung trafen sich in Balve zur Regionalratswanderung. Thema war auch der viel kritisierte Regionalplan-Entwurf.

Balve – „Es ist eine Wanderung der kurzen Dienstwege“, sagte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel am Donnerstag. Er und der Vorsitzende des Regionalrates, Hermann-Josef Droege, hatten Vertreter von Politik, Verwaltung und Wirtschaft zur Regionalratswanderung eingeladen. 150 Teilnehmer trafen sich dazu in Balve – und erlebten viel Kultur. „Das ist die mit am besten besuchte Wanderung“, sagte Bernd Müller, stellvertretender Vorsitzender des Regionalrates, mit einem Schmunzeln.

Der Festspielverein, die St.- Sebastian-Schützenbruderschaft sowie Bürgermeister Hubertus Mühling hatten mitgewirkt, um den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit den Höhepunkten Balves – von der Höhle bis zum Schloss Wocklum und der Luisenhütte – zu bieten. Bernd Müller sprach auch über den Stand des viel diskutierten und kritisierten Regionalplanentwurfs. „Wir versuchen, vernünftige Planungen in gegenseitigem Einvernehmen für Gewerbe, Wohnen, Arbeitsmarkt und Klimaschutz zu gewährleisten.“

Regionalplan-Entwurf: Stellungnahmen werden noch geprüft

Noch würden sämtliche Eingaben, die zu den verschiedenen Themen des Planentwurfs eingegangen waren, bearbeitet. Regierungspräsident Hans-Josef Vogel betonte: „Sorgfalt geht dabei vor Schnelligkeit. Wir sind dabei, vernünftige Lösungen auch in strittigen Fällen zu finden.“ Und davon gibt es viele in der ganzen Region. Auf die Nennung eines konkreten Zeitraums, wann erste Ergebnisse zum neuen Regionalplan-Entwurf vorliegen, wollten sich weder der Regierungspräsident noch der stellvertretende Regionalratsvorsitzende einlassen.

Steinbrucherweiterung: „Noch keine Tendenzen“

Unklar bleibt auch, wie es mit der ab 2023 geplanten Steinbrucherweiterung von Lhoist weitergeht, die ebenfalls Teil des neuen Regionalplans sein wird: „Es liegen noch keine Tendenzen vor“, sagte Bernd Müller. Es gelte, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Eisborner Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung (BGS) wehrt sich gegen das Projekt.

Zu Gast auf Schloss Wocklum: Regierungspräsident Hans-Josef Vogel (l.) mit Schlossführer Rudolf Rath.

Zur Regionalratswanderung kommen Vertreter aus Politik und Wirtschaft jedes Jahr zwanglos zum Austausch zusammen. „Eine wichtige Aktion für das gegenseitige Kennenlernen in unserer Region und darüber hinaus“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling. Er kam dabei auch mit seinem Amtskollegen Ralf-Paul Bittner aus Arnsberg ins Gespräch. Der verriet: „Ich war früher schon mal hier.“ Denn in den 1990-er Jahren gehörte die Hönnestadt zu Bittners Arbeitsbereich als Polizist.

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