Projekt der Balver Malteser und der THW-Jugend

In 72 Stunden: Aus Trafostation wird Fledermausquartier

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Gründliche Reinigung: Die Fassade der Trafostation wird zunächst gesäubert, bevor sie einen neuen Anstrich bekommt.

Grübeck - Seit Donnerstag um 17.07 Uhr tickt die Uhr für 30 Mädchen und Jungen der Balver Malteser und der heimischen THW-Jugend, die aus der ehemaligen Trafostation in der Grübeck ein Fledermausquartier machen wollen.

Die beiden Organisationen nehmen mit diesem Projekt teil an der 72-Stunden-Aktion des Bundes Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ), für die am Donnerstagnachmittag der Startschuss gegeben wurde. 

Bis Sonntag um 17.07 ist Zeit, das Projekt umzusetzen. „Das wird sicherlich viel Arbeit“, sagte THW-Jugendbetreuer Tobias Weber. Mit Jasmin Budde, Jugendbetreuerin des Malteser Hilfsdienstes (MHD), bildet er das Leitungsteam für diese Aktion. Unterstützung erfährt das Duo von Sina Reichmann, die beim THW die Ausbildung zum Jugendbetreuer macht. 

Eindeutige Arbeitsanweisungen

Die Arbeitsanweisungen sind eindeutig: Das Gerüst und die Arbeitsbühne aufbauen, den Turm von außen mit Hochdruck reinigen und danach weiß streichen. „Das Graffiti muss auch weg“, so Weber. Außerdem sollen Einflugöffnungen für Fledermäuse entstehen. Zudem werden in der THW-Unterkunft Nistkästen gebastelt. 

Gemeinschaftsprojekt: THW- und Malteser-Jugend arbeiten in Balve zusammen.

Seit 2017 gehört die Trafostation (Baujahr um 1910) dem THW, nachdem sie bis dahin von der RWE zur Stromversorgung für die Balver Ortsteile Eisborn, Grübeck und Volkringhausen genutzt wurde. 2017 ließ RWE nur einige Meter entfernt eine neue, modernere Station bauen. Seitdem stand das Gebäude leer. 

Schulfrei für die Teilnehmer

„Jetzt hübschen wir das Ganze auf und machen ein Quartier für Fledermäuse daraus“, sagte Weber. Um die Arbeiten zu schaffen, haben die teilnehmenden Mädchen und Jungen am Freitag schulfrei bekommen. Einer ist Jan Allefeld (12) aus Wocklum. „Für mich fällt Latein, Geschichte und Mathe am Gymnasium an der Hönne in Menden aus“, sagte der Sechstklässler erfreut. Statt sich mit römischen Göttern oder Geometrie zu beschäftigen, musste Jan körperlich richtig zupacken. „Kein Problem“, meinte der Zwölfjährige. „Ich baue auch zuhause gerne etwas zusammen.“ 

72-Stunden-Aktion der THW und Malteser Jugend

Seit zweieinhalb Jahren ist er beim THW, nachdem Vertreter des Technischen Hilfswerks in der Beckumer Grundschule Werbung für ihre Jugendorganisation gemacht hatten. Viel gelernt habe er inzwischen, erzählt Jan. Der Höhepunkt für ihn war bisher die Teilnahme an einem Bezirkswettkampf in Holzwickede vor zwei Jahren, wo Jan mit seiner Balver Gruppe den zweiten Platz belegte. 

Viele kreative Arbeitseinsätze

Jetzt kommt die 72-Stunden-Aktion. Im Rahmen dieser hofft er auf viele kreative Arbeitseinsätze. Dabei trägt Jan die Uniform des THW stets mit Stolz. „Kameradschaft, Freundschaft und Hilfe gehören hier einfach dazu“, beschreibt er. 

Dass sich die THWler nicht nur untereinander, sondern auch mit den jungen Maltesern gut verstehen, davon überzeugte sich am Freitag Elisabeth Prinzessin von Croy, die Patin des BDKJ für das Balver Projekt. „Die Gruppen passen gut zusammen“, fand von Croy. Aber dann überließ sie das Feld wieder schnell den Jugendbetreuern – schließlich gibt es noch viel zu tun. Und die Uhr tickt..

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