„Strom wird nicht abgestellt“

Vor allen Dingen die Nachnutzung der Grundschule trieb die Langenholthausener um. - Foto: Kolossa

LANGENHOLTHAUSEN -  Für ihre Grundschule machen sich die Langenholthausener stark. Wenn die Schule nach den Sommerferien 2014 geschlossen wird, soll das Gebäude erhalten bleiben. Dass sich so manche detaillierte Gedanken gemacht haben, stellten Horst Schönweitz, Planungsbüro Pesch und Partner, und Bürgermeister Hubertus Mühling beim Runden Tisch zum Dorfentwicklungskonzept fest.

Antonius Allhoff stellte seine schon bei einer Sitzung des Vereinsforums im April vorgestellten Ideen (wir berichteten) nochmals vor, und bekam ein großes Lob vom Planungsbüro: „Darauf kann aufgebaut werden.“

Oben Gästezimmer und ein Seminarraum, unten ein Generationentreff sowie ein eigener Raum für Jugendliche, draußen der Dorfplatz, ein Wohnmobilstellplatz und eine Ladestation für E-Bikes – so könnte die Zukunft der Schule aussehen. Allerdings könnte die Bürgergemeinschaft mit der Unterhaltung eines solchen Seminar- und Gästehauses überfordert sein, gab Schönweitz zu bedenken: „Personell und finanziell muss ein solches Projekt zehn Jahre vorgedacht werden.“

Seine Anregung, das Konzept der „Regionale: Landleben Heimat“ zu unterbreiten, um professionelle Unterstützung zu erhalten, wurde vom Bürgermeister aufgegriffen. Dieser versprach sich kurzfristig mit den dafür Verantwortlichen in Verbindung zu setzen, und vor Ort einen Termin für ein erstes Gespräch vorzuschlagen.

Die 40 Teilnehmer betonten: „Wir werden nicht nach dem letzten Schultag den Strom abstellen, sondern die Umnutzung entsprechend begleiten.“

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Vermarktung leer stehender Häuser. Um mittelfristig darauf reagieren zu können, soll ein Kataster im Rathaus erstellt werden. Der Markt solle transparenter werden.

Bewegung kommt in den Radwege-Bau von Langenholthausen nach Amecke, wie Hubertus Mühling berichtete. Umweltverträglichkeits- und Artenschutzrechtliche Prüfungen würden demnächst abgeschlossen sein, so dass die Strecke entlang der Landstraße „eventuell in fünf Jahren realisiert werden kann.“

Von Julius Kolossa

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