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Straßenlaternen in Balve sollen gedimmt werden

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Von: Julius Kolossa

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LED-Straßenlampen in Hessen
Wegen eines Ausfalls an der Alleestraße blieben gestern Abend Straßen und Haushalte in Stadtmitte für etwa eine halbe Stunde ohne Licht. © Fabian Sommer

Die Stadt Balve plant für den Zeitraum ab dem 1. Oktober zeitlich unbefristet radikale Maßnahmen, um Energie zu sparen und damit in Zeiten explodierender Preise den städtischen Haushalt finanziell zu entlasten.

So soll die Straßenbeleuchtung zu bestimmten Zeiten gedimmt, öffentliche Brunnen vom Netz und die Temperatur im Murmke-Hallenbad gesenkt werden. Über dieses Maßnahmenpaket müssen die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Stadtentwicklung und Bau bei ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 13. September entscheiden.

Schon im Juli hatte die Stadtverwaltung auf die Energiekrise reagiert und die Temperatur im Bad am donnerstäglichen Warmbadetag von 30 auf 29 Grad Celsius abgesenkt. Nun wollen die Verantwortlichen den Temperaturregler nochmals weiter runter drehen, sodass das Wasser Becken nur noch auf 27 Grad erwärmt würde.

70 Prozent der Laternen können gedimmt werden

Die Stadt Balve begründet ihr Maßnahmenpaket mit der Verordnung der Bundesregierung für kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung. Die Verordnung umzusetzen, da sei auch Balve in der Pflicht.

„Bei einer Halbnachtschaltung wird bei Straßenlaternen mit zwei Leuchtmitteln ein Leuchtmittel ausgeschaltet“, erläutert Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) in der Vorlage für den Ausschuss wie bei der Straßenbeleuchtung gespart werden soll. Umgesetzt werden soll dies im Zeitraum von 22 bis 6 Uhr im gesamten Stadtgebiet. Laut Mühling wäre das Dimmen der Straßenbeleuchtung an rund 70 Prozent der Laternen im Stadtgebiet möglich. Wie viel Strom die Stadt Balve dadurch sparen würde, sagt das Stadtoberhaupt nicht.

Stattdessen geht Mühling auf die Entwicklung des Strompreises ein. Dieser sei von brutto 0,11839 Euro je Kilowattstunde im Jahr 2005 auf 0,24202 Euro im Jahr 2021 gestiegen. Immerhin: durch den Einbau (beispielsweise LED-Lampen) neuer Technik wurde der Stromverbrauch in Balve von 372 429 Kilowattstunden (2005) auf 268 242 Kilowattstunden (2021) reduziert.

In den Büros im Rathaus wird es kälter

Weitere Maßnahme zum Energiesparen soll ab dem nächsten Monat sein, die Heizungsanlage im Rathaus so einzustellen, dass in den Büros maximal noch 19 statt bisher 21 Grad erreicht werden. „In Abstimmung mit den Schulleitungen werden die Temperaturen in den Schulgebäuden ebenfalls reduziert“, so Mühling weiter.

„Untertischgeräte, die überwiegend zum Händewaschen genutzt werden, werden außer Betrieb genommen. Öffentliche Brunnen bleiben ausgeschaltet. Außenbeleuchtungen werden, ausgenommen sicherheitsrelevante Bereiche, ebenfalls vom Netz genommen“, nennt Mühling weitere geplante Maßnahmen.

Termin: Der Ausschuss Umwelt, Stadtentwicklung, Bau tagt am Dienstag, 13. September, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich.

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