Bundesweit bislang einmalig

Straßenbeleuchtung: Dieses Pilotprojekt startet in Balve

+
Der erste Aufkleber hängt, weitere etwa 1600 sollen folgen: In Balve sollen Bürger Ausfälle und Störungen der Straßenbeleuchtung künftig bequem per QR-Code direkt über das Smartphone melden können. Vertreter der Stadt und des Energieunternehmens innogy stellten dieses Pilotprojekt am Dienstag vor.

Balve – Die Stadt Balve bietet ihren Bürgern mit dem deutschlandweiten Pilotprojekt „Erleuchte Deine Stadt – Light up your city“ in Zusammenarbeit mit dem Energieunternehmen Innogy künftig einen neuen Service an.

Die Balver sollen Ausfälle und Störungen der Straßenbeleuchtung bald bequem und schnell über QR-Codes melden können. 

„Kleine Kommunen sind uns extrem wichtig“, sagte Dr. Silke Berger, Innogy-Leiterin Vertriebssteuerung und Produkte Kommunen/Beteiligung, als am Dienstag der erste Aufkleber an einem Laternenmasten vor dem Rathaus angebracht wurde. Etwa 1600 Masten sind es insgesamt im Stadtgebiet – und jeder bekommt einen eigenen Aufkleber mit individuellem QR-Code und der Leuchtstellennummer. Der Code kann über das Smartphone gescannt werden, um Störungen zu melden. Zukünftig bietet das System auch Erweiterungsmöglichkeiten, um neben Störungsmeldungen zur Straßenbeleuchtung über einen weiteren Button jedwede Mängel oder Schäden melden zu können, die im Stadtbild auffallen und besser beseitigt werden sollten, wie zum Beispiel Müllablagerungen. 

Nur wenige Schritte erforderlich

Während die Beleuchtungsstörungen direkt zum Betreiber übermittelt werden, gelangen die anderen Mängelmeldungen dann sofort in die städtische Verwaltung. Passend zum Standort der Straßenbeleuchtung in der Stadt oder den Ortsteilen werden jeweilige Ansichten gezeigt. 

„Während Störungen in der Straßenbeleuchtung bislang telefonisch oder über das Internet an Innogy als Betreiber der Beleuchtung weitergereicht wurden, können diese zukünftig nun direkt über das Portal und in wenigen Schritten gemeldet werden“, erläuterte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU). 

Infos über Balve und die Dörfer

Und auch das ist „Erleuchte Deine Stadt“: Es werden Informationen über Balve und die Dörfer angezeigt. Auch ohne QR-Code ist die Nutzung möglich, denn von zu Hause aus kann die Plattform über www.lightupyourcity.de aufgerufen und die Leuchte über Adresseingabe oder Leuchtstellennummer eingegeben werden. 

Das Bekleben der Laternenmasten soll in einer Arbeitswoche erledigt sein. „Es sind witterungs- und vandalismusbeständige Aufkleber“, so Berger. Dass in Balve dieses Pilotprojekt gestartet wird von dem Energieversorger, der deutschlandweit für etwa 400 000 Leuchtstellen zuständig ist, und nicht zum Beispiel in Berlin, begründet Silke Berger so: „Wir setzen auf unsere Partner in der ländlichen Region, und dabei auf Balve. Mit der Hönnestadt kooperieren wir bei der Breitbandversorgung, der Straßenbeleuchtung und dem Vertrieb von Gas und Strom in einer Netzgesellschaft.“ 

Balve als Ausgangspunkt

Von der Hönnestadt aus soll das Projekt „Light up your city“ sukzessive bundesweit umgesetzt werden. Erste verwertbare Ergebnisse über Anzahl der Klicks und Schadensmeldungen sollen in einem halben Jahr vorliegen. 

Dieses QR-Projekt ist für Balve kostenlos. Für Innogy belaufen sich die Kosten, so Dr. Berger, „im vierstelligen Euro-Beeich“. In Balve ist man gespannt, was sich daraus entwickelt. Der im Rathaus für Straßenbeleuchtung zuständige Mitarbeiter Hartmut Scharf war es, der den ersten Aufkleber anbrachte. „Wir stehen dem Ganzen sehr aufgeschlossen gegenüber, freuen uns auf den Mehrwert“, sagte Scharf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare