Kinderkreisel wird nicht zusätzlich gefördert

Die Kindertagesstätte Kinderkreisel wird von einer Elterninitiative getragen. Der Vorstand beantragte bei der Stadt einen freiwilligen Zuschuss zum Trägeranteil. Foto: Kolossa

Balve - Der Antrag der Kindertagesstätte Kinderkreisel auf einen freiwilligen Zuschuss zum Trägeranteil der Stadt Balve wurde während der Sitzung vom Ausschuss Schule, Kultur, Soziales und Sport mehrheitlich abgelehnt. Die CDU stimmte mit ihren neun Stimmen dagegen, die UWG und SPD dafür (fünf Stimmen). Die Entscheidung sorgte für Enttäuschung auf Seiten der Kita-Verantwortlichen.

Das Fazit der Einrichtungleiterin Hildegard Baumeister: „Das Engagement der Eltern und der Aufbau der U3-Betreuung wird von der CDU-Fraktion nicht wertgeschätzt.“

Mit der Ablehnung des Antrages wird fortgeführt, was in der Sitzung des Ausschusses am 27. November 2013 im Rahmen der Haushaltsplanberatungen erörtert und in der Ratssitzung am 11. Dezember über die Zuschusshöhe beschlossen wurde: Alle Kindergärten werden in gleicher Höhe bezuschusst, und dies in der Regel mit drei Prozent der Kindpauschale. Die Kita Kinderkreisel, die von einer Elterninitiative getragen wird, erhält 0,5 Prozent.

„Während SPD und UWG in unserem Sinne argumentiert haben, hat die CDU unseren Antrag ohne Bedenken abgelehnt“, stellte Kita-Leiterin Baumeister nach der Sitzung heraus. Meike Schmoll, Vorsitzende des Elternvorstandes, sagte dazu: „Unsere vorgesehene Änderung fand nicht genug Fürsprecher.“ Jetzt gehe es für diese Einrichtung daran, so Schmoll, neue Wege der Finanzierung zu suchen. Erste Überlegungen sahen eine Beitragserhöhung und die Suche nach Spendern und Sponsoren vor. „Wir werden nicht aufgeben. Wir werden Leute ansprechen, die von unserer Einrichtung und unserer Arbeit überzeugt sind“, betont Hildegard Baumeister. Auch in Zukunft wird sich die Kindertagesstätte an den Rat wenden und um Hilfe bitten. „Wir hoffen, dass uns die Ratsmitglieder irgendwann einmal gleichberechtigt mit den städtisch und konfessionell getragen Einrichtungen ansieht“, so Baumeister, die darüber nachdenkt, die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion zu einem Besuch in den Kinderkreisel einzuladen, damit diese die Strukturen der Kita kennenlernen können. Auch der Antrag der Sozialdemokraten, anstelle des freiwilligen Zuschusses der Stadt für die finanzielle Unterstützung sozial-schwacher Eltern einen Hilfsfonds einzurichten, fand nur fünf zustimmende Meinungen von SPD und UWG, während die CDU mit neun Stimmen dagegen votierte.

Im weiteren Verlauf stellten Eberhard Beck, Fachbereichsleiter Jugend und Bildung des Kreises, Josef Muhs, Regionaler Sozialdienst, und Christian Wulff, Leiter des Balver Jugendzentrums, ihre Arbeit vor. Zudem wurde beschlossen, die „Am Schieberg“ gelegene Planstraße „Hohlweg“ zu benennen.“

Christiane Schärfke, Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales, wies darauf hin, dass im Städtischen Kindergarten in Eisborn auf Anfrage der Eltern die Betreuungsstunden von 35 auf 45 Stunden erhöht wurden. Für ein Jahr soll diese Regelung gelten, vier Eltern nutzen dieses Angebot. Die Murmke-Turnhalle, so Michael Bathe, Zentrale Verwaltung Schulwesen/ Liegenschaften, sei ab Montag, 22. September, wieder geöffnet, und in der OGS der Balver Grundschule seien nach den Sommerferien mehr Anmeldungen zu verzeichnen: 28 Kinder sind bis 16 Uhr vor Ort, über 30 Mädchen und Jungen seien es bis 13 Uhr. Ausgeschrieben werde zudem von der Bezirksregierung ab der nächsten Woche die Leitungsstelle der Grundschule in Garbeck. - von Julius Kolossa und Martin Meyer

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