Weihnachten

Stille Nacht: Evangelische Gemeinde in Balve sagt Gottesdienste ab

In der evangelischen Kirche in Balve gibt es an Weihnachten keine Gottesdienste. Dafür soll das Gebäude künstlerisch illuminiert werden.
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In der evangelischen Kirche in Balve gibt es an Weihnachten keine Gottesdienste. Dafür soll das Gebäude künstlerisch illuminiert werden.

In der Evangelischen Kirchengemeinde Balve wird es in diesem Jahr an Weihnachten keine Präsenzgottesdienste geben. Diese Entscheidung traf das heimische Presbyterium am Sonntagabend mit Verweis auf die Corona-Lage.

Zuvor hatten in der vergangenen Woche schon die meisten evangelischen Gemeinden in der Region so entschieden, nachdem die Evangelische Landeskirche von Westfalen die Empfehlung ausgesprochen hatte, auf Präsenzgottesdienste coronabedingt bis zum 10. Januar und damit auch an Weihnachten zu verzichten.

Das Presbyterium in Balve hatte sich zu dieser Entscheidung zunächst aber noch nicht durchringen können und mit Verweis auf die eher wenigen Infektionsfälle in der Hönnestadt und das gut eingespielte Hygienekonzept eine weitere Besprechung für den vierten Advent anberaumt. Am Sonntag schlossen sich die Verantwortlichen dann der Empfehlung der Landeskirche an.

Verantwortliche haben sich Entscheidung nicht leicht gemacht

„Das Presbyterium hat es sich nicht leicht gemacht. Am Ende hat der Anstieg der Infektionskurve den Ausschlag gegeben. Das Presbyterium hat sich einmütig mit schwerem Herzen zur Absage aller Gottesdienste bis zum 10. Januar entschlossen“, sagt Pfarrerin Antje Kastens. In Balve gibt es momentan 22 bestätigte Corona-Fälle und 30 weitere Kontaktpersonen, die sich ebenfalls in Quarantäne befinden.

Ein ehemaliger Konfirmand, Jonas Korbel, der eine Firma für Veranstaltungstechnik führt, habe dem Presbyterium die Entscheidung erleichtert. „Er bot mit seinen Mitinhabern Lukas Rapp und Moritz Gall an, ehrenamtlich eine professionelle Film-Aufnahme vom Heiligabend-Gottesdienst zu erstellen“, sagt Kastens. So wurde am vierten Advent in der Kirche das Schattenspiel „Der weite Weg nach Bethlehem“ aufgenommen.

Kirche für Schattenspiel geschmückt

Zuvor hatte das Presbyterium mit der Hausmeisterin Andrea Hölcke die Kirche geschmückt. Sechs Jugendliche lasen die Rollen zu den Schattenbildern, die 26 Katechumenen und Konfirmanden daheim erstellt haben. Heike Rademacher stellte die Scherenschnitte zusammen und legte auf. Martin Vieler spielte die Orgel, Lydia Streiter war für den Gesang verantwortlich und Antje Kastens gestaltete den Gottesdienst..

„Diesen interessanten, stimmungsvollen Familiengottesdienst kann man sich Heiligabend und jederzeit danach von der Homepage der Gemeinde herunterladen“, sagt Kastens und verweist auf die Seite www.ev-kirche-balve.de. Zusammen mit den Presbytern wird Kastens am 24. Dezember ein Heft mit Schattenspiel, Lied und Gebet zu den Katechumenen, Konfirmanden mit Familien und angemeldeten Gottesdienstbesuchern an die Haustür bringen. „So muss sich niemand einsam fühlen“, sagt Kastens. Zugleich wird das Kirchengebäude farblich illuminiert.

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