Kleine Könige aus Balve sammeln für Kinder in Kenia

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Bereits im Grundschulalter entschließen sich viele Kinder, für den guten Zweck zu sammeln. ▪

GARBECK ▪ „Segen bringen, Segen sein“ lautet das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion, für die sich am vergangenen Dienstag im Garbecker Pfarrheim über 50 Mädchen und Jungen zur Vorbereitung trafen. Erika Isop stellte den Kindern den Ablauf vor, wenn sie am Sonntag um 14 Uhr in der Andacht von Pastor Jürgen Bischoff ausgesandt werden, und alle Häuser in Garbeck, Frühlinghausen, Höveringhausen und Leveringhausen besuchen. Von Julius Kolossa

Die Sternsinger bringen den Segen für das neue Jahr und bitten um Spenden für Kinder in Riruta, einem Schulprojekt in Kenia. Wie im Vorjahr soll Schwester Damian (Maria Boekholt) unterstützt werden, die dort tätig ist, und aus Garbeck stammt. In Gruppen machen sich die Sternsinger auf den Weg, mit dabei ist zum ersten Mal die sechsjährige Romy Antonia Mettken. Bisher hatte sie die Sternsinger immer nur gesehen, wenn sie bei ihnen an der Tür geschellt hatten, und den Segensspruch „Christus segne dieses Haus“ mit der entsprechenden Jahreszahl hinterließen. Nun will sie als eine der Jüngsten auch mitgehen. Sie weiß schon, zu welcher Gruppe sie gehört und wird von den Erfahreneren betreut.

Seit acht Jahren ist Jasmin Ernst (14) dabei. „Ich finde die Gemeinschaft gut und die Möglichkeit, anderen Kindern zu helfen“, sagt sie. Auch der neunjährige Moritz Steffin mag diese Zusammengehörigkeit. Zum ersten Mal ist er mit sechs Jahren mitgegangen. In Garbeck sind die Mädchen und Jungen schon im Grundschulalter für die gute Sache zu begeistern.

Spannend wird es für alle im Obergeschoss des Pfarrheims, wo die Gewänder, Bindegürtel und Kopfbedeckungen ausgegeben werden. Was wem passt, sieht Beate Pütter mit einem Blick. „1989 sollte ich nur ein Gewand nähen“, erzählte sie. „Bis heute sind es über 100 geworden.“ Seit 25 Jahren gehört sie nun zum Helferteam, das die Kinder und Jugendlichen einkleidet und sie konnte viel Erfahrung sammeln. Sie weiß, wie der Turban genau richtig auf dem Kopf befestigt wird und sieht sofort, welcher Gürtel benötigt wird. Fast alle der Gewänder hat sie in ihrer Tätigkeit schon mindestens einmal in den Händen gehalten: „Sie sind aus Übergardinen und Bettüberwürfen sowie aus Resten von alten Kleidern angefertigt worden.“ Einige der Bindegürtel stammen von alten Messgewändern.

Wenn dann die Kinder erstmals zu Hause ihr Gewand anprobiert haben, dann haben sie auch ihren Liedtext griffbereit. Bis Sonntag haben sie noch etwas Zeit zum Üben und wer dann allzu aufgeregt ist, der kann noch auf einen kleinen Trick zurückgreifen: Auf dem mitgeführten, selbst gebastelten Stern ist der Text nocheinmal aufgeklebt.

Auch in den anderen Gemeinden vom Pastoralverbund „Balve-Hönnetal“ bereiten sich die Mädchen und Jungen auf ihren Einsatz als Sternsinger vor.

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