Sternsinger-Aktion in Gefahr

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Messdiener-Leiterin Maria Steinberg findet „Sternsinger-Sein cool“.

Balve - Die Sternsinger-Aktion der St.-Blasius-Gemeinde soll am 2. Januar 2016 wieder starten. Doch sie ist gefährdet, es fehlen Freiwillige. Jetzt traf sich zunächst das Organisationsteam zum ersten Vorbereitungsgespräch im Marienheim. Vikar Tobias Kiene wird die Gruppe inhaltlich begleiten.

Detlef Schulte, Vorsitzender des Gesamt-Pfarrgemeinderates, gab zunächst schlechte Nachrichten bekannt: Weil die bisher ehrenamtlich engagierte Familie Keil aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage sei, die Verantwortung zu übernehmen, müssten andere Kräfte dafür gesucht werden. Aber sowohl der Gemeindeaussschuss, als auch die Kolpingfamilie hätten abgesagt.

Die Balver sähen ein Nicht-Stattfinden der Sternsinger-Aktion als „Kulturverlust“ an. Nicht hinnehmen wolle eine derartige Entwicklung etwa Tobias Ruschepaul, der einst selbst Sternsinger gewesen sei. „Die Sache liegt mir am Herzen“, betonte er. Auch würde alljährlich von den Sternsingern für einen guten Zweck gesammelt. Dies sei auch nicht zu verachten.

Interessanter als die Play Station werden

„Sternsinger-Sein ist cool“, warb auch Messdiener-Leiterin Maria Steinberg für den Fortbestand der Tradition. Vikar Kiene unterstützte Steinberg: „Sternsinger-Sein muss interessanter als die Play Station werden.“ Und deshalb solle an Schulen und im Jugendzentrum dafür geworben werden. Gebraucht würden Mädchen und Jungen bis 16 Jahre. Notwendig sei ein Personalstamm von 35 Teilnehmern.

Attraktiver soll der Dienst werden. Die Jugendlichen sollten „auch für sich etwas mit nach Hause nehmen“ können. So solle ihr Einsatz etwa mit einer Urkunde belohnt werden. Auch könnten sie eine Erwähnung für ihren „sozialen Einsatz“ im Schulzeugnis erhalten. Zudem wurde ein Abschlussessen der Gruppe angedacht. Letztlich solle der Erlös der Sternsinger-Aktion bekannter gemacht werden.

Gesucht werden außerdem noch alte Sternsingergewänder oder Einzelteile jeder Art und Größe, die im Pastoralen Zentralbüro abgegeben werden könnten. Das nächste Treffen der Organisationsgruppe ist für Mittwoch, 21. Oktober, ab 19.30 Uhr im Marienheim angesetzt.

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