Kinder gehen nicht von Haus zu Haus

Sternsinger: 2021 ist im Pastoralverbund Balve-Hönnetal alles anders

Die Sternsinger in Garbeck sind immer eine große Gruppe. Auch für die Aktion 2021 hatten sich mehr als 50 Mädchen und Jungen angemeldet, den Segen in die Häuser bringen dürfen sie coronabedingt allerdings nicht.
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Die Sternsinger in Garbeck sind immer eine große Gruppe. Auch für die Aktion 2021 hatten sich mehr als 50 Mädchen und Jungen angemeldet, den Segen in die Häuser bringen dürfen sie coronabedingt allerdings nicht.

„Die Sternsinger-Aktion in Garbeck findet im nächsten Jahr nicht wie gewohnt mit Gruppen, die von Haus zu Haus ziehen, statt, sondern nur mit Segensboxen“, sagt Kirsten Boekholt, Sprecherin des Organisationsteams.

Dass die Verantwortlichen die Aktion in bekannter Form absagten, lag aber nicht an der Zahl der angemeldeten Kinder – im Gegenteil.

Boekholt wies darauf hin, dass sich mehr als 50 Mädchen und Jungen aus den beiden Kindergärten und der Grundschule bereits in Gruppen zusammengefunden und sich auch schon um Betreuer gekümmert hätten. „Darauf, dass das Dorf voll mitgezogen hätte, sind wir richtig stolz.“ Doch angesichts der Corona-Lage mit weiterhin hohen Infektionszahlen und steigenden Todesraten entschieden sich die Organisatoren zur Absage. „Doch wir haben einen Plan B.“

Für jeden Haushalt eine Spendenbox

Der sieht vor, dass von den Mitgliedern des Organisationsteams in jedem Garbecker Haushalt eine Spendenbox abgegeben wird. „Darin ist eine Spendentüte und ein Brief von Schwester Damian, für deren Schulprojekt in Kenia wir wieder sammeln. Und weil die Sternsinger den Segen nicht selbst bringen können, liegt auch der Segen als Aufkleber bei“, erläutert Boekholt. Spenden können in der Kirche und im Dorfladen abgegeben werden.

„Es wäre schön, wenn das ganze Dorf auch bei dieser Aktion mitziehen würde“, hofft Boekholt auf ein gutes Spendenergebnis. Während in Garbeck aus Verbundenheit mit Schwester Damian (geborene Maria Boekholt) von den Missionsschwestern vom kostbaren Blut für deren Orden gesammelt wird, findet die Sternsinger-Aktion in den anderen Gemeinden unter dem bundesweiten Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ statt.

Balver Sternsinger gehen auf Distanz

Auf Distanz gehen dabei die Balver St.-Blasius-Sternsinger, die bereits Anfang Dezember bekannt gaben, das Singen in anderer Form stattfinden lassen zu wollen. Sie werden einen Film vor der Balver Krippe drehen und auf die Internetseite des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal stellen. In alle katholischen Häuser werden außerdem ein Rundschreiben und der Sternsinger-Aufkleber verschickt. Gespendet werden kann auf ein Spendenkonto und in bar in Spendendosen, die in vielen Geschäften, die nicht vom Lockdown betroffen sind, in Balve aufgestellt sind.

In der Langenholthausener St.-Johannes-Gemeinde wurde am Mittwochmorgen die für den Nachmittag geplante Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder abgesagt. Nachdem das Vorbereitungsteam bis zuletzt an dem Vorhaben festgehalten hatte, die Sternsingeraktion in gewohnter Form durchführen zu wollen, soll nun nach Alternativen gesucht werden.

Gemeinden können frei entscheiden

Während in den drei größten Gemeinden des Pastoralverbundes damit bereits feststeht, dass die Sternsinger nach dem Jahreswechsel nicht unterwegs sein werden, ist in den anderen Gemeinden bisher noch keine Entscheidung gefallen. Diese können selbst entscheiden, wie Pastor Christian Naton vom Jugendseelsorgeteam auf Anfrage erklärte: „In Absprache mit dem Ordnungsamt wird jeweils entschieden, was zulässig ist.“

Erleichtert würde das Prozedere rund um die Sternsingeraktion, wenn dazu ein Ergebnis aus den Gesprächen zwischen der Landesregierung und den Kirchen vorliegen würde. Bisher aber stehe dieses noch aus. Dazu sagt Gerburgis Fabry-Friedrich vom Balver Ordnungsamt: „Ja, die Kirchen können dies in ihrem Rahmen und unter der Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens regeln – die Gemeinden müssen dies aber mit uns abstimmen.“

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