Rat stellt Weichen für Braukessiepen-Erweiterung

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Bürgermeister Mühling glaubt, dass ab 2011 in Garbeck neue Gewerbegrundstücke zur Verfügung stehen.

GARBECK ▪ Allmählich wird die Erweiterung des Gewerbegebietes Braukessiepen konkret: Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 23. Juni, voraussichtlich den Bebauungsplanentwurf verabschieden. Wenn danach keine größeren Hindernisse in Form von Einsprüchen gegen das Vorhaben mehr auftauchen, könnten sich ab Anfang 2011 die ersten Unternehmen dort ansiedeln.

Im Ortsteil Höveringhausen, der nur wenige hundert Meter von dem geplanten Gewerbestandort entfernt liegt, betrachten manche Einwohner die Entwicklung allerdings mit einem mulmigen Gefühl. Sie befürchten nicht nur Geräuschbelästigungen, sondern auch überdimensionierte Gebäude, die die Landschaft vollends verschandeln könnten. Solche Befürchtungen seien allerdings unbegründet, beschwichtigte Bürgermeister Hubertus Mühling am Dienstag im Gespräch mit dem Süderländer Volksfreund: „Jedes Unternehmen, das sich dort ansiedelt, muss einen gesetzlich festgelegten Geräuschpegel-Grenzwert einhalten, der sogar einklagbar wäre“, versicherte er.

Laute Betriebe in die zweite Reihe

Außerdem sei vorgesehen, dass im westlichen, also näher an Höveringhausen, und im nördlichen, also näher an Garbeck gelegenen Teil des Gewerbegebiets nur solche Unternehmen zugelassen werden sollen, die weniger geräuschvoll arbeiten. Darüber hinaus, so Mühling weiter, werde die westliche Grenze des Gewerbegebietes einen Grünstreifen erhalten, der zwar „nicht so üppig“ ausfallen werde wie der am bisherigen Gewerbegebiet Braukessiepen, aber dennoch geeignet sei, einen Teil der Geräuschimmissionen aufzufangen.

Hier gibt es den Bebauungsplanentwurf in der Großansicht!

Hinsichtlich der Höhe der anzusiedelnden Betriebe werde es eine Begrenzung geben. „Ein Hochregallager wie in Küntrop wird sicherlich nicht genehmigt“, sagte Mühling wörtlich. Tatsächlich sieht der Bebauungsplanentwurf, über den der Rat noch abstimmen wird, eine maximale Gebäudehöhe von 15 Metern vor. Das Hochregallager in Küntrop ist 25 Meter hoch.

Wenn der Rat dem Bebauungsplanentwurf am Mittwoch seine Zustimmung gegeben hat, wird der Entwurf auch noch öffentlich ausgelegt. Dann kann sich jedermann ein Bild davon machen, wie die Braukessiepen-Erweiterung aussehen soll. Auch Einwendungen gegen diese Planung sind dann noch möglich. Bürgermeister Mühling rechnet allerdings nicht mehr mit Einsprüchen, die das Projekt noch ernsthaft gefährden könnten, weil viele Probleme bereits im Vorfeld ausgeräumt worden seien. „Im besten Fall könnte der Bebauungsplan Ende 2010 rechtskräftig werden, dann könnte dort ab 2011 gebaut werden“, sagte er am Dienstag. Gewerbegrundstücke stünden dann zum Preis von 30 bis 35 Euro pro Quadratmeter, zuzüglich der Wasser- und Kanalanschlusskosten, zur Verfügung. ▪ vg

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