Neuer Regionalplan

Steinbrucherweiterung im Hönnetal: Das hat der Regionalrat entschieden

Der Lhoist-Steinbruch im Hönnetal soll ab 2023 um rund 80 Hektar erweitert werden.
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Der Lhoist-Steinbruch im Hönnetal soll ab 2023 um rund 80 Hektar erweitert werden.

Die Mitglieder des Regionalrates Arnsberg fassten am Donnerstagvormittag bei ihrer Sitzung in Lennestadt einstimmig den Beschluss, auf der erarbeiteten Grundlage der Fachbereiche einen Planentwurf zur Neuaufstellung des Regionalplans für den Märkischen Kreis aufzustellen.

Eine Nachricht, die auch für Balve und speziell für Eisborn wichtig ist.

Denn: „In diesem Planungswerk ist auch die Steinbrucherweiterung im Hönnetal ab 2023 in Richtung Eisborn eingebunden“, erklärte Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, auf Nachfrage. „Es wurde aber nicht über einzelne Teilsegmente abgestimmt, sondern vielmehr über das gesamte Großplanwerk.“

Entwurf wird öffentlich ausgelegt

Dieses wird als Entwurf ab Januar 2021 bei der Bezirksregierung in Arnsberg öffentlich ausliegen, ist dort also für Interessierte einsehbar. „Bis zum 30. Juni 2021 können Einwendungen und Bedenken gegen die einzelnen Projekte von Unternehmen, Kommunen, aber auch von Anliegern geäußert werden. Diese werden dann ab Anfang Juli intensiv diskutiert und bewertet“, erläuterte der Pressesprecher.

Alle zehn bis 15 Jahre sei es erforderlich, einen neuen Regionalplan aufzustellen; momentan ist es mal wieder so weit. Söbbeler: „Damit haben die Städte und Kommunen eine Planungsgrundlage zur Orientierung für die Flächennutzungspläne und die Bauleitplanung.“ Bisher gelte der noch bestehende Regionalplan, der auch bis zur Verabschiedung des neuen in Kraft bleibe.

Welcher Plan ist in drei Jahren gültig

Welcher Regionalplan in drei Jahren gültig ist, wenn dann also die von der Lhoist-Unternehmensgruppe beabsichtigte Steinbrucherweiterung im Hönnetal um etwa 80 Hektar beginnen soll, dazu konnte der Pressesprecher keine Angaben machen: „Drei Jahre dauerten allein die Vorarbeiten für diesen Regionalplanentwurf.“ Wie lange der Austausch mit den Beteiligten und die Klärung der Einwände dauern werde, ließ Söbbeler offen. Auch wann es zur endgültigen Abstimmung über den neuen Regionalplans kommt, vermochte der Sprecher der Bezirksregierung am Donnerstag nicht zu sagen.

Die Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung (BGS) beobachtete unter anderem mit dem Vorsitzenden Michael Hirt die Sitzung. Die Verantwortlichen wollten sich zur Entscheidung des Regionalrates allerdings zunächst nicht äußern. Eine Stellungnahme werde im Laufe des Freitags herausgegeben, teilte BGS-Sprecher Hans-Dieter Kolossa auf Anfrage lediglich mit.

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