Antrag gestellt

Steinbruch-Staub: SPD will Messungen in Eisborn vornehmen lassen

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Wie viel Grob- und Feinstaub verursachen die Arbeiten im Lhoist-Steinbruch? Dies möchte die SPD über Messungen in Eisborn ermitteln lassen.

Balve – Die Initiative „Bürger gegen die Erweiterung des Steinbruchs Eisborn/Asbeck“ hatte sich zuletzt immer wieder öffentlich über die aus ihrer Sicht extreme Staubbelastung durch den Steinbruch der Lhoist-Unternehmensgruppe bei Eisborn beschwert. Jetzt nimmt sich auch die Lokalpolitik dieses Themas an.

So hat die SPD-Fraktion für die nächste Sitzung des Stadtrates am 4. Dezember den Antrag gestellt, dass die Stadt mit Lhoist über die Errichtung einer Messstation zur Ermittlung der bestehenden Grob-/Feinstaubbelastung in Eisborn im Zuge der Veräußerung der städtischen Flächen verhandeln soll. Diese benötigt die belgische Unternehmensgruppe, um die geplante Erweiterung des Steinbruchs um 46 Hektar in Richtung Asbeck realisieren zu können. 

(Mehr zur geplanten Steinbruch-Erweiterung lesen Sie hier!)

Um die bereits bestehende Staubbelastung festzustellen und eine Entwicklung durch eine mögliche Erweiterung der Abbaufläche einschätzen zu können, begründen die Sozialdemokraten ihren Antrag, sei eine dauerhafte Messung in Eisborn erforderlich. Die so gewonnenen Daten müssten zudem öffentlich zugängig sein. 

Auch Verkehrsfluss Thema im Rat

Außerdem wollen die Sozialdemokraten, dass der Rat beschließen möge, im Frühjahr 2020 eine Analyse des tatsächlichen Verkehrsflusses im Bereich der B229/K12 im Stadtgebiet in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW durchzuführen. Diese Daten seien erforderlich für die weitere Verkehrsplanung im Bezug auf die geplante Umgehungsstraße B229n (wir berichteten): „Da nun alle Baumaßnahmen auf der B229 und K12 im Stadtgebiet Balve abgeschlossen sind, bestehen für eine Verkehrszählung keine Beeinträchtigungen mehr.“ 

Auch um das Ehrenamt hat sich die SPD Gedanken gemacht. Nachdem die Unabhängige Wählergemeinschaft Balve (UWG) in der September-Ratssitzung einen Antrag auf Stärkung des Ehrenamtes wieder zurückgezogen hatte, nehmen sich nun die Sozialdemokraten dieses Themas an. Ihr Antrag sieht vor, ein Konzept zur Stärkung des Ehrenamtes in Verbindung mit einer Attraktivitätssteigerung der Ehrenamtskarte zu entwickeln. Seit dem Jahr 2010 gibt es diese Ehrenamtskarten, von denen aktuell 22 ausgestellt wurden. Die SPD nimmt diese eher geringe Anzahl zum Anlass, Werbung für das Ehrenamt und eine Steigerung der Attraktivität der Ehrenamtskarte machen zu wollen. 

Abstimmung über Haushaltsplan

Während dieser Ratssitzung wird zudem über den Haushaltsentwurf für 2020 beraten und abgestimmt sowie der Heimatpreis verliehen und die Urkunde „Fairtrade“ an die Steuerungsgruppe Fairtrade überreicht.

Die Ratssitzung findet am Mittwoch, 4. Dezember, ab 17 Uhr im Rathaus statt.

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