Bürgerinitiative gegründet

Steinbruch-Ausbau: Bürger formieren sich zum Widerstand

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Hinter der blauen Lagune soll der Steinbruch erweitert werden.

Eisborn – Anwohner schlagen Alarm: Ihnen passt die geplante Erweiterung des Steinbruchs Asbeck nicht. Sie haben nun eine Bürgerinitiative gegründet, um den Ausbau zu verhindern.

Mit der einvernehmlichen Lösung, die sich die Lhoist-Gruppe für die geplante Erweiterung ihres Steinbruchs in Asbeck wünscht, wird es schwierig. 

Es regt sich massiver Widerstand unter den Anwohnern. Einige Eisborner und Asbecker wollen nicht warten, bis die Bagger 2023 anrücken, um den Steinbruch um 86 Hektar Richtung Beil zu erweitern. 

Viele Ängste, viele Fragen

Sie gehen in die Offensive und gründeten nun die Bürgerinitiative „Bürgerinnen und Bürger gegen die Steinbruch-Erweiterung in Eisborn/Asbeck“ (BGS). Bei der Informationsveranstaltung der Lhoist-Gruppe am 9. April kam die Idee auf, sich durch Gründung einer Bürgerinitiative mehr Gehör zu verschaffen und die Interessen der Anwohner durchzusetzen, die nicht nur massive Eingriffe in die Natur ablehnen, sondern auch mehr Lärm und Dreck fürchten. 

Neun Eisborner und Asbecker fanden sich nun zusammen und gründeten die „BGS“. Michael Hirt wurde zum Vorsitzenden und Sprecher gewählt, Joachim Voss zum Zweiten Vorsitzenden und Hans-Dieter Kolossa zum Schriftführer. 

Betreiber: Nur Erweiterung sichert Standort

Ihre Ziele und ihr Konzept will die Initiative bei einer Versammlung am Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr im Speiseraum der Schützenhalle vorstellen. 

Auslöser sind die Pläne der Lhoist-Gruppe, den Steinbruch in Asbeck um 86 Hektar in Richtung Beil zu erweitern. Nur so könne, so betonten die Lhoist-Verantwortlichen beim „Dialog vor Ort“ Anfang April, der Standort des Unternehmens mit 194 Mitarbeitern für weitere 30 Jahre gesichert werden. Erforderlich sei die Erweiterung, weil dort Kalkstein mit besserer Qualität lagere. 

Angst: Natur fällt weg, Lärm steigt

Würde nicht erweitert, würden die vorhandenen Ressourcen nur noch zehn Jahre ausreichen. Die Lhoist-Vertreter betonten immer wieder, die Bürger frühzeitig einbeziehen zu wollen. Denn die Planungen befinden sich derzeit noch in einem frühen Stadium, das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. 

Diese gewünschte einvernehmliche Lösung scheint schwer zu finden. Die Anwohner sind skeptisch, viele lehnen das Vorhaben ab. Für viele Anwohner sind die Fragen nach den Folgen der Erweiterung – Lärm, Dreck,Ausgleich für Wanderwege und auch die Wertentwicklung ihrer Immobilien – beim Heranrücken des Steinbruchs noch offen.

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