Die Stärken beider Schulen bündeln

Klaus Kaiser, schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, referierte zum Thema Sekundarschule.

BALVE ▪ Informativ war die Veranstaltung im Ratssaal, „aber noch sind zu viele Fragen offen, um jetzt schon eine Entscheidung für die Sekundarschule treffen zu können“, meinten einige Teilnehmer. Eingeladen zu einem Vortrag mit dem schulpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und dem Landtagskandidaten Klaus Kaiser hatte die CDU Balve die Mitglieder der Grundschul-Fördervereine und -Schulpflegschaften sowie Grundschullehrer.

Etwa 35 Zuhörer waren es, die Kaiser als einen Befürworter der für Balve vorgesehenen „Sekundarschule nach kooperativem Organisationsmodell“ erlebten: „Es werden hier früh genug Entscheidungen über verlässliche Bedingungen getroffen“, sagt er. Auch er sah es als positiv an, dass die Stärken von Haupt- und Realschule, darunter die Vernetzung mit der heimischen Wirtschaft bei Praktika und in Fragen der Ausbildung, unter einem Dach gebündelt werden. Aufgrund der bisherigen Lehrerausbildung sei die Qualität der Kollegen gegeben, die Klassen mit 25 Schülern unterrichten werden: „Dies ist der Klassenfrequenzrichtwert, der nicht überschritten werden soll.“

Bestätigt in den Bemühungen, ein eigenes Konzept zu entwerfen, sahen sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Schulte und der Leiter vom Arbeitskreis Schule, Jörg Roland, nach diesen Ausführungen. Detailliert war die Diskussion. Dabei ging es auch über die Befähigung der Lehrer. Klaus Kaiser: „Es sind noch eineinhalb Jahre bis zur Einführung dieser Schulform in Balve.“ Diese Zeit werde genutzt, so Schulte, mit den Kollegien beider Schulformen ein schulpädagogisches Konzept zu erarbeiten. Doch auch wenn die Stadt als Schulträger die Fortbildungen gewährleisten muss, so bleibt den Verantwortlichen doch eine Hausaufgabe: 75 Kinder als vorgeschriebene Mindestzahl beginnen gleichzeitig ihre Schulkarriere. Nach der Klasse 6 entscheidet die Schulleitung gemeinsam mit den Eltern, ob die Grundebene gemäß der Hauptschule oder die Erweiterungsebene nach Realschule eingeschlagen werden soll. „Hier fehlt uns noch ein klares Konzept, wie alle Schüler der Grundebene gleichermaßen gefördert werden“, meinten dazu einige Mütter nach der Veranstaltung. „Wenn 25 Kinder eine Klasse bilden müssen, wie kommen dort dann die unter, die eine Erweiterungs-Empfehlung haben?“ Am Donnerstag konnte darauf keine Antwort gegeben werden, doch werde weiter an dem Konzept gearbeitet, so die Verantwortlichen. Informiert werden die Eltern am Dienstag, 12. Juni, vom Schulträger. Danach findet die Elternbefragung statt. „Entscheiden sich 75 dafür, ihre Kinder anzumelden, wird mit Ratsbeschluss die Sekundarschule gegründet“, stellte Kaiser das Vorgehen dar. Bei zu geringer Anmeldezahl liefen Real- und Hauptschule weiter. Jörg Roland: „Dass die Hauptschule einzügig läuft, ist eine Ausnahmegenehmigung. Liegen künftig weniger als 18 Anmeldungen vor, findet eine Aufteilung auf andere Schulen statt.“ - Julius Kolossa

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