Städtisches Museum: Auftakt mit neuem Konzept

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Museumsleiterin Ulrike Knips und Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, präsentieren den geologischen Querschnitt der Stadt, der ab Mai im Museum zu sehen sein soll.

Balve - Der mit jeder neuen Museumssaison einhergehenden Herausforderung, viele Besucher und vor allem die Balver in das Museum für Vor- und Frühgeschichte zu locken, stellt sich auch diesmal wieder Ulrike Knips.

Seit zwei Jahren leitet sie das Städtische Museum in Wocklum; für diese Saison, die am Sonntag, 6. Mai, mit einem Tag der offenen Tür auch der Luisenhütte eröffnet wird, hat sie in den Wintermonaten einige Neuerungen vorgenommen. Dazu gehört ein Dino-Gehege. 

Dabei hat ein alter Bekannter, ein seit einigen Jahren schon in Wocklum weilender Deinonychos, einen neuen Gefährten bekommen: einen Iguanodon. Beide lebten vor etwa 65 Millionen Jahren, und sind als Modell vom Landschaftverband Westfalen-Lippe in Münster ausgeliehen worden. 

Knips, die mit Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, am Mittwoch das neue Museumskonzept vorstellte, hat die Dinos nun in eine zeitgenössische Landschaft gesetzt. Präsentiert werden sollen sie den Besuchern bis Ende Oktober. 

Bathe: "Wir wollen die Balver locken"

„Wir wollen die Balver locken“, sagt Bathe, der in diesem Jahr gerne mehr Familien, aber auch die Schulen motivieren möchte, einen Ausflug nach Wocklum zu unternehmen. Dass sich der Inhalt des Museums sehenlassen könne, hat sich in den vergangenen Jahren allerdings eher weniger innerhalb des Stadtgebiets herumgesprochen. Die meisten Besucher kamen zuletzt aus der weiteren Umgebung. 

Empfangen werden sie im neu gestalteten Eingangsbereich mit alten Schultischen, an denen gelesen werden kann. Geblieben ist der Mammut-Stoßzahn an der Wand als Wahrzeichen der Einrichtung. Unter diesem können kleinere Veranstaltungen stattfinden. Kindergeburtstage werden im Workshop-Keller veranstaltet; die Arbeiten der Neugestaltung vom Boden bis zur Decke sind so weit abgeschlossen, dass hier gefeiert werden kann. 

Geologischer Querschnitt der Stadt 

Und sonst kann ein Blick auf den geologischen Querschnitt von Balve geworfen werden. 1930 für 750 Reichsmark in Auftrag gegeben und 1931 vollendet, lagerte das Exponat viele Jahrzehnte in einem Kellerraum der Grundschule. Im Museum soll es wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. 

Für die jüngsten Besucher bei der Saisoneröffnung hält Knips mit „Seedballs“ eine Überraschung bereit. Diese Samenbälle enthalten Wildblumenmischungen, die als Nahrungsquelle für Insekten dienen sollen. Im weiteren Verlauf dieses Jahres ist das zweite Weiße Picknick geplant. „Das ist sehr wetterabhängig“, peilt Knips einen Termin nach den Sommerferien an, ohne sich weit im Vorfeld festlegen zu wollen. Auch ein „Kreidezeit-Workshop“ gemeinsam mit der Öffentlichen Bücherei ist wieder in Vorbereitung.

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