Stadtwerke schließen 2010 mit Verlust ab

BALVE ▪ Für die drei Geschäftsbereiche der Stadtwerke Balve ist das Wirtschaftsjahr 2010 nicht besonders erfolgreich verlaufen. Das wurde gestern Abend deutlich, als der stellvertretende Werkleiter Hans-Jürgen Karthaus dem Betriebsausschuss den Jahresabschluss vorlegte. Der Betrieb Wasserversorgung schloss mit einem Minus von gut 18 000 Euro ab und der Bauhof machte einen Verlust von knapp 36 000 Euro. Der Betrieb Abwasserbeseitigung liegt mit einem Jahresgewinn von gut 47 000 Euro in den schwarzen Zahlen.

Hans-Jürgen Karthaus nannte den Ausschussmitgliedern auch die Gründe für die Ergebnisse. In der Wasserversorgung: „Durch die spätere Fertigstellung der Druckerhöhungsanlage Brucknerweg, mussten wir mehr Wasser von Menden abnehmen als geplant.“ So seien Mehrkosten von 82 000 Euro entstanden. Der neue Wasserlieferungsvertrag sieht eine jährliche Mindestabnahmemenge von 100 000 Kubikmetern Wasser vor, abgenommen wurden über 200 000. Aus eigenen Gewinnungsanlagen wurden fast 64 Prozent der Wassers bezogen – im Vorjahr waren es rund 50 Prozent. „Am Ende sollten 80 Prozent Eigenwasser bezogen werden.“ Erfreulich sei, dass die verkaufte Wassermenge konstant sei. Da der Wasserverlust bei 12,6 Prozent liegt, müsse auch weiterhin Lecksuche eine Hauptaufgabe sein.

Im laufenden Jahr „ist es wie verhext“, berichtete der stellvertretende Werkleiter. „2010 hatten wir genug Wasser, aber die Anlage Brucknerweg war noch nicht fertig, jetzt ist sie es und uns fehlen aufgrund der Trockenheit die Schüttmengen.“

Der Gewinn im Bereich der Abwasserbeseitigung hätte noch höher ausfallen sollen. Angestrebt wurden 71 750 Euro. Aber: „Wir hatten einen höheren Aufwand im Kanalbereich. Wir haben eigene Rohrnetze mehr untersuchen müssen.“ Mehrkosten: 22000 Euro. Auf den Klärkostenbeitrag an den Ruhrverband – 2010 lag er bei über 1,3 Millionen Euro – habe die Stadt keinen Einfluss.

„Der Verlust des Bauhofs lässt sich einzig und allein mit den Kosten für den Winterdienst begründen“, sagte Hans-Jürgen Karthaus. 36 000 Euro waren für 2010 vorgesehen, am Ende hat der Winterdienst 87 900 Euro verschlungen – fast 51 000 Euro mehr. ▪ acn

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