Feierliche Ehrung für verdiente Blauröcke

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Für 35-jährige aktive Treue erhielten Hubertus Bathe und Dieter Iken das „Feuerwehr-Abzeichen in Gold“. Die Version in Silber ging für 25 Jahre an Achim Hoffmann, Christian König, Heino Wortmann und Johannes Träger. ▪

BECKUM ▪ Eine gute Gelegenheit, „Danke“ zu sagen für den ehrenamtlichen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehrmänner- und frauen ist der Stadtverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren Balves, der am Samstag in Beckum stattgefunden hat.

Hier wurde natürlich die Geselligkeit gepflegt, aber auch diesmal fünf Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, drei nach bestandenen Lehrgängen befördert, 14 neue zu Feuerwehrmännern ernannt und einen in die Ehrenabteilung entlassen.

Mit stehendem Applaus wurde Dieter Kaiser von der Löschgruppe-Eisborn wegen Erreichens der Altersgrenze (60 Jahre) aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Winfried Reinken, Leiter der Balver Feuerwehren, seine Stellvertreter Frank Busche und Oliver Prior sowie Bürgermeister Hubertus Mühling, dankten dem verdienten Feuerwehrmann für seinen 39-jährigen Dienst mit der blau-weißen Ehrenkordel und dem Ehrenteller der Stadt.

Am 1. Januar 1973 trat Dieter Kaiser in die Eisborner Feuerwehr ein, 1975 absolvierte er als einer der ersten aus Balve einen Atemschutzlehrgang, 1981 einen Funkerlehrgang. Reinken: „1987 stellte sich dann heraus, dass der Grundlehrgang noch gar nicht absolviert war. Schnell wurde dieser nachgeholt.“ Dieter Kaiser ist jetzt der 59 Kamerad der Ehrenabteilung.

Einen neuen Oberbrandmeister hat die Stadt Balve mit Gerold Vogel, zwei neue Brandmeister mit Kai Gaberle und Marc Schmoll-Stübecke. Für 35-jährige aktive Treue erhielten Hubertus Bathe und Dieter Iken das „Feuerwehr-Abzeichen in Gold“, die Version in Silber ging für 25 Jahre an Achim Hoffmann, Christian König, Heino Wortmann und Johannes Träger. Nach bestandenem Grundlehrgang der Modul 1 und 3 wurden zu Feuerwehrmännern ernannt: Sebastian Engel, David Giesen, Thomas Kokoschinski, Janik Zedler, Marius Kolossa, Dennis Loyen, Manuel Sprenger, Matthias Fabry, Armin Schrimpf, Nils Kleine, Jan Schwartpaul, Philipp Köster, Torben Reuß und Nils Vedder. Alle haben an dem Wochenende in Neuenrade einen dreitägigen Funkerlehrgang absolviert.

Beantragt im kommenden Haushaltsjahr sind 45 000 Euro für Sonderanschaffungen, wie digitale Meldeempfänger, Beleuchtungsgeräte, Funkgeräte, Chemikalien-Schutzanzüge, und eine Wärmebildkamera, wie Winfried Reinken in seinem Ausblick berichtete. Auch muss ein neuer Gerätewagen-Logistik angeschafft werden, läuft doch bei dem alten der Tüv im nächsten Jahr ab. Reinken: „Wir wollen hoffen, dass die Politik die Notwendigkeit aller Anschaffungen einsehen wird und einstimmig ihre Unterstützung zusagt.“ Zuversichtlich zeigte sich auch Bürgermeister Hubertus Mühling in dieser Hinsicht. Er führte aus, dass die Nachfolge für den im nächsten Jahr ausscheidenden Wehrführer Winfried Reinken geregelt werde: „Diese Position steht im Stellenplan.“ Gemeinsam mit der Wehrführung soll dann ein neuer Mann gesucht werden.

Rückblickend liegt hinter alle Kameraden ein Durchschnittsjahr, so der Wehrleiter: 22 Klein-, Mittel- und Großbrände, zwölf Sturmschäden, vier Hochwasserschäden, sieben Unwetteralarmierungen, acht Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, eine angefahrene Katze versorgen, einen abgestürzten Bussard suchen, einen eingeklemmten Vogel befreien und mehrere Schlangen einfangen.

Erschwert werde die Arbeit durch Arbeitgeber, die einigen Kameraden verboten hatten, während der Arbeitszeit zu einem Einsatz oder einer Übung auszurücken. „Es gelang nicht, die Lücke zu schließen, die die Kameraden hinterlassen hatten, die deswegen aus der Feuerwehr ausgetreten sind“, so Reinken. Hier sahen auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Greve und der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Märkischer Kreis, Georg Würth, dringenden Klärungsbedarf. „Diese Männer und Frauen sind durch ihre Ausbildung auch eine Bereicherung für jeden Betrieb“, formulierte Dieter Greve ein Pro-Argument in Richtung Arbeitgeber.

Einen Weg, die Jugend an die Feuerwehr zu binden, zeigte Georg Würth. Die Kiersper Feuerwehr hätte eine „Kinderfeuerwehr“ gegründet. „Wir haben 38 Kinderfeuerwehrleute – und 103 auf der Warteliste.“ Bei den Jugendlichen sind 40 aktiv, und 18 in der Warteschleife. „Auch Externe machen bei der Ausbildung der Kleinsten mit“, sagte er. Alle 14 Tage fänden Aktionen unter anderem auch bei Imkern statt: „Die Beteiligung liegt bei 98,7 Prozent.“

Der Stadtverbandstag, an dem nach der Messfeier in der Kirche und dem Niederlegen des Kranzes am Ehrenmal in der Hönnetalhalle die benachbarten Löschgruppen, sowie DRK, THW und MHD teilnahmen, wurde vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr aus Langenholthausen und dem Musikverein Beckum mitgestaltet. Abgerundet wurde der Abend mit einer Blaulichtparty, zu der DJ Tobi auflegte. ▪ jk

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