Stadtbrandmeister Reinken verabschiedet

In den vergangenen zwölf Jahren war Winfried Reinken als Stadtbrandinspektor der Stadt Balve tätig. Seine Entlassungsurkunde erhielt er bereits am Samstag im Rathaus. - Foto: Kolossa

BALVE - Der „Pieper“ als Signalgeber der Einsatzleitstelle der Feuerwehr gehört seit dem vergangenen Wochenende nicht mehr zur Grundausstattung von Winfried Reinken. „Nach 39 Jahren als Feuerwehrmann ist das ein gewaltiger Einschnitt“, sagt der ehemalige Wehrleiter der Stadt Balve im Gespräch mit dieser Zeitung. Seine Urkunde, mit der er offiziell aus dem Amt entlassen wurde, erhielt er am Samstag im Rathaus.

Am kommenden Samstag, 7. September, wird er im größeren Rahmen beim Stadtverbandstag in Garbeck verabschiedet. Seinem Nachfolger Frank Busche wünscht Reinken: „Ich hoffe auf eine bessere Zusammenarbeit der Wehrführung mit der Politik. Die Parteien sollen zu der Einsicht kommen, dass die Feuerwehr kein Verein ist, sondern vielmehr eine Pflichtaufgabe einer Gemeinde. Und für diese müssen alle benötigten Mittel zur Verfügung gestellt werden.“

Bis zuletzt hat sich Reinken um eine Verbesserung in diesem Bereich bemüht. Einiges hat er erreicht: „An jedem Standort befindet sich ein wasserführendes Fahrzeug.“ Doch noch immer sei es zu mühselig, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass Materialien wie hydraulische Schere, Lampen oder entsprechende Jacken und Handschuhe erforderlich seien, um Einsätze bewältigen zu können. Nach vielen Gesprächen sei in diesem Jahr endlich eine Wärmebildkamera angeschafft worden.

Winfried Reinken ist seit dem Jahre 1975 Feuerwehrmann. Damals trat er in den Löschzug der Feuerwehr Garbeck ein. Durch verschiedene Qualifizerungsmaßnahmen bildete er sich laufend fort, so dass er schließlich zum Nachfolger vom damaligen Wehrführer Vinzenz Schulte bestellt wurde.

Zwölf Jahre lang war Stadtbrandinspektor Winfried Reinken ein so genannter „Ehrenbeamter auf Zeit“, musste er doch jeweils für sechs Jahre im Amt bestätigt werden. Nun übergibt Winfried Reinken den Staffelstab an Frank Busche, der nun für fast 200 Kameradinnen und Kameraden verantwortlich ist.

Frank Busche wird beim Stadtverbandstag am kommenden Wochenende seine Ernennungsurkunde erhalten. Mit diesem Schriftstück wird er zum ersten hauptamtlichen Stadtbrandinspektor der Hönnestadt ernannt.

Seinem Vorgänger Reinken sind viele Einsätze in Erinnerung geblieben: Besonders schlimm seien Unfälle mit jungen Menschen für ihn gewesen. Viele Unfallopfer hätten sich nach der Genesung bei ihm für die Hilfe bedankt, erinnert sich der scheidende Wehrleiter zurück. Auch zu den Einsätzen „Katze im Baum“ oder „Wespennester“ wurde er sehr häufig gerufen.

Von seinem Amt und seinen Kameraden im aktiven Dienst – er tritt nun in die Ehrenabteilung ein – nahm er bereits Anfang des Jahres Abschied bei den „Agathafeiern“ der Löschzüge und Löschgruppen, wo Beförderungen und Leistungsabzeichen vergeben wurden.

Von Julius Kolossa

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