Stadt sperrt den Blintroper Weg

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Der Kiebitzmarkt soll abgerissen werden, damit ein Verbrauchermarkt dort entstehen kann. Das haben die Ausschussmitglieder einstimmig beschlossen.

Balve -   Einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planung, Bau am Dienstag beschlossen, dass die Verwaltung mit einem Investor einen städtebaulichen Vertrag für die Aufstellung eines Bebauungsplanes abschließen soll. Ziel ist es, den Kiebitzmarkt abzureißen und an dieser Stelle einen Verbrauchermarkt mit einem Lebensmittelvollsortiment entstehen zu lassen.

Von Julius Kolossa

Das Vorhaben an sich wurde nicht diskutiert. Allerdings solle mit dem Investor über eine Verbindung zur Innenstadt gesprochen werden, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling.

Einstimmigkeit herrschte unter den Ausschussmitgliedern auch über die vereinfachte Änderung zum Bebauungsplan Nr. 18 „Unterm Eberg“. Damit werden Baulinien durch Baugrenzen ersetzt und die Abstände der Baufenster zur Straßenbegrenzungslinie von 10,5 Meter auf fünf Meter geändert.

Die Kommunalpolitiker stimmten auch der beabsichtigen Erweiterung des Aldi-Marktes zu. Vorgesehen sei keine Aufstockung des Sortiments, sondern nur eine neue Anordnung, berichtete der Bürgermeister.

Einstimmig beschlossen die Anwesenden, den Ausbau der Straße In der Hauschlade von der Einmündung Hofstraße bis zur Abzweigung Josef-Pütter-Straße dem Rat vorzuschlagen. Mittel für die Straßeninstandsetzung stünden bereit, so dass die Hauschlade wieder hergestellt werden könne. Diese Straße hat für Balve als Umleitung bei einer Sperrung der Hauptstraße eine besondere Bedeutung. Der Zustand sei ziemlich schlecht, hatte Mühling erläutert.

Bei zwei Gegenstimmen der UWG wurde die Verwaltung beauftragt, den Verbindungsweg Blintroper Weg/Garbecker Weg (Vierknie) zur B 229 (Benkamp/Neuenrade) zukünftig nur noch für land- und forstwirtschaftliche Zwecke sowie für den Radverkehr freizugeben. Eine entsprechende Abstimmung solle es mit der Stadt Neuenrade geben. Die erforderliche Sanierung dieses Weges – sie würde Kosten in Höhe von 112 000 Euro verursachen – werde von der Stadt Neuenrade nicht mitgetragen, erklärte Hubertus Mühling auf Anfrage von Cay Schmidt (SPD). Aus diesem Grund entschlossen sich auch die Sozialdemokraten, der Teilsperrung zu zustimmen.

Dagegen sprach sich die UWG aus: Durch die Maßnahme werde eine Verbindungsstraße zum Industriegebiet gekappt. UWG-Mitglied Heinrich Stüeken schlug vor, den Weg nicht zu sperren, sondern die Randstreifen zu befestigen. Das sei aus Verkehrssicherheitsgründen aber nicht machbar, hieß es seitens der Verwaltung.

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