Kooperation mit Energieunternehmen Innogy

Verträge für Netzgesellschaft Balve Netz unterschrieben

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Bürgermeister Hubertus Mühling und Stefanie Fuhrmann unterschreiben die Verträge.

Balve - Die Stadt Balve und das Energieunternehmen Innogy sind seit Donnerstag gemeinsame Gesellschafter der neuen Netzgesellschaft Balve Netz GmbH & Co. KG. Bürgermeister Hubertus Mühling und die von Innogy zur Geschäftsführerin bestellte Stefanie Fuhrmann haben jetzt das insgesamt acht Verträge umfassende Gesamtwerk unterschrieben.

Seitens der Stadt Balve ist Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus zum Geschäftsführer ernannt worden. Die Stadt investiert darin 5,4 Millionen Euro.

Sitz der neuen Gesellschaft ist Balve, denn die Hönnestadt ist mit einer Beteiligung von 74,9 Prozent mehrheitlicher Eigentümer der Strom- und Gasverteilnetze. Zum 1. Januar 2017 wird der Betrieb aufgenommen. „Für die Bürger ändert sich bei ihren Verträgen für Strom und Gas nichts“, versicherte Frank Eikel, Leiter Innogy-Hauptregion Südwestfalen/Sieg. 

Balve übernimmt das etwa 320 Kilometer lange Stromnetz mit 3508 Hausanschlüssen und 103 Ortnetzstationen sowie das Gasnetz mit insgesamt 66,5 Kilometer Länge, 1287 Anschlüssen und vier Gasdruck-Regelmessanlagen.

Die Netzgesellschaft Balve verpachtet sowohl Strom als auch Gas an Innogy und deren 100-prozentigen Tochter Westnetz. Die Kommune überlässt damit weiterhin die technische Kompetenz der Strom- und Gasversorgung ihrer etwa 11 600 Bürger Hans-Jürgen Blaj und seinem Team mit Werner Rademacher und Reinhard Igel. Damit gehören die Westnetz-Autos nach wie vor zum Stadtbild. 

Bürgermeister Hubertus Mühling wies bei diesem Vertrag auf ein “bedeutsames Werk für die Stadt Balve“ hin, das von den Fraktionsvorsitzenden Hubertus Sauer (CDU) und Cay Schmidt (SPD) unterzeichnet wurde – der Rat hatte zuvor den Weg für die Unterzeichnung frei gemacht.

„Die Gründung der neuen Netzgesellschaft sichert der Stadt die Entscheidungshoheit als Mehrheitsgesellschaft und damit Einfluss auf die strategische Weiterentwicklung der Netzgesellschaft für die Zukunft. Zudem wird laut der zugrunde liegenden Wirtschaftlichkeitsberechnung in den kommenden Jahren die Beteiligung durch die zu erwartenden Erträge refinanziert und somit kommunales Vermögen geschaffen.“ 

Frank Eikel ergänzte, dass dieser Schritt auch für sein Unternehmen etwas Besonderes ist: „Wir geben ein Stück von unserem Geschäft ab, bleiben aber weiterhin Partner. Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Balve nach konstruktiven Verhandlungen einen gemeinsamen Weg der Partnerschaft gefunden haben.“ Damit kommt eine große Herausforderung auf die beiden Geschäftsführer zu, die die Infrastruktur weiterentwickeln müssen. 

Die Zusammenarbeit mit Innogy soll nicht nur auf die ersten zwölf Jahre des danach neu auszuschreibenden Konzessionsvertrages beschränkt sein, sondern vielmehr auf die „nächsten Jahrzehnte“ auslegt werden. Das jetzige Partnerunternehmen hofft, auch künftig den Zuschlag gegenüber den Mitbewerbern erteilt zu bekommen. 

Innogy habe mit der Beteiligung an der Netzgesellschaft auf den Energiemarkt-Wettbewerb reagiert, erläuterte Frank Eikel, und zusammen mit der Stadt Balve ein maßgeschneidertes Konzept erstellt.

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