Stadt Balve ist mit 18,7 Millionen verschuldet

BALVE ▪ Am 31. Dezember vergangenen Jahres stand jeder Einwohner der Stadt Balve aufgrund der Verbindlichkeiten der Stadt mit 1551,46 Euro in der Kreide. Das geht aus einem Papier hervor, das das Statistische Landesamt in dieser Woche vorgelegt hat. Demnach hatten die Stadt und Stadtwerke zusammen Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 18,7 Millionen Euro. Damit war der Schuldenstand innerhalb eines Jahres um rund 2,3 Millionen Euro gestiegen.

Der größte Teil der Schulden entfällt mit knapp 11,4 Millionen auf die Stadtwerke. Im Kernhaushalt der Stadt Balve belaufen sich die Schulden auf etwas weniger als 5,8 Millionen Euro; hinzu kommen Kassenkredite in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die kurzfristig für die Finanzierung fälliger laufender Verwaltungsaufgaben benötigt wurden.

Für Kämmerer Reinhard Schmidt sind die Zahlen kein Grund zur Beunruhigung. Nach mehrjährigem Schuldenabbau habe die Stadt im vergangenen Jahr erstmals wieder einen Kredit in Höhe von 600 000 Euro aufnehmen müssen, sagte er. Auch die Tatsache, dass in diesem Jahr möglicherweise 1,5 Millionen Euro neue Schulden hinzukommen könnten, sei kein Grund zur Sorge. „Wir erwarten, dass der Schuldenstand ab 2011 wieder abnimmt, aber das hängt natürlich auch ganz wesentlich von der konjunkturellen Entwicklung ab“, so Schmidt. Grundsätzlich verfolge die Stadt Balve die Strategie, Kredite nur dann aufzunehmen, wenn es unvermeidlich sei, um notwendige Ausgaben zu finanzieren. „Nur so kann man auch auf Dauer Schulden abbauen“, erklärte der Kämmerer. ▪ vg

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