Abbruch des Pfarrheimes

Baubeginn 2018 unrealistisch

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Martin Gruschka (links) und Bruno Köck vom Kirchenvorstand stellten die Pläne für den Neubau des Pfarrheims bereits im Februar vor. Bis sie verwirklicht werden können, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Balve - „Wir sind nach wie vor bestrebt, das Pfarrheim Ende dieses Jahres abzureißen“, stellte Bruno Köck, im Kirchenvorstand der St.-Blasius-Gemeinde zuständig für Bauprojekte, im Gespräch mit unserer Zeitung den Stand der Planungen dar. „Die Planungen laufen.“

In Verzug sei die Gemeinde gekommen, weil das Schadstoff-Gutachten für die beim Abriss erforderliche Sortierung des Bauschutts aufwändiger war als erwartet. Es seien aber, so betonte Köck, keine besonderen gefährlichen Substanzen gefunden worden.

Inzwischen sei der von der Gemeinde beaufragte Architekt dabei, die Ausschreibung für den Abbruch zu erstellen. Wird diese vom Erzbistum Paderborn genehmigt, kann sie eventuell im Frühherbst dieses Jahres veröffentlicht werden, so dass dann im Dezember der Abriss erfolgen könnte.

Bruno Köck: „Ein Baubeginn in 2018 ist nicht realistisch.“ Der werde wohl 2019 erfolgen, wobei aber der genaue Termin aber auch noch nicht festgelegt werden kann. Alle Genehmigungen müssen vorliegen, und auch die Baufirmen müssen ein entsprechendes Zeitfenster dafür haben. Noch seien deren Auftragsbücher aber randvoll, so dass nicht jede Ausschreibung auch entsprechende Resonanz finde.

Es ist still geworden im Pfarrheim, nur im Pfarrarchiv brennt noch Licht. Archivpfleger Rudolf Rath hält hier nach wie vor die Stellung, beantwortet Anfragen und macht weiter seine Arbeit, die in der Pflege des Archivbestands besteht. Aber auch er sitzt gedanklich schon vor Umzugskartons, die in den Gesundheitscampus transportiert werden müssen. „Ich habe mich gegen die alte Kapelle entschieden“, erzählte er unserer Zeitung. „Die Verhältnisse für ein Archiv waren zu schlecht.“ Die hatten es nämlich in sich: feuchte Wände, ein maroder Fußboden und undichte Fenster.

Aber beim Ortstermin wurde Rath trotzdem fündig, und zwar in den kleineren OP-Räumen in der ersten Etage des ehemaligen Krankenhauses. 50 Quadratmeter stehen dort als Archivstandort zur Verfügung. Bruno Köck weiß dazu: „Die letzten Verhandlungen mit dem Campus über den Mietvertrag laufen, so dass nach einem Vorbereiten der Räume der Umzug ab September stattfinden kann.“ Und wie beim De-Cent-Laden würde der Vermieter der Gemeinde bei der Dauer des Mietvertrages wieder entgegen kommen: Bis zum Einzug in den Pfarrheim-Neubau – wann immer dieser auch sein werde – kann das Pfarrarchiv im Campus bleiben.

Nach dem Ende der Sommerferien soll das als Pfarrheim nach und nach leergeräumt und auch nicht mehr genutzt werden.

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