Party an der Niederheide

Vom Wohnzimmer ins JZ

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Dicht gedrängt standen die Rockfans in den Konzertpausen vor dem Jugendzentrum. Wer sich lange nicht gesehen hatte, fiel sich um den Hals. Eine Schale Pommes und ein Getränk gab Kraft für den restlichen Abend.

Neuenrade - Irgendwie war es eine Premiere und dann auch wieder nicht. Gelungen ist die Veranstaltung „Rock im Wohnzimmer“ im Jugendzentrum Niederheide (JZ) am Samstag aber auf jeden Fall.

Der Reihe nach: Der Neuenrader Martin Schäfer griff bei seiner Geburtstagsfeier 2007 zur Gitarre und klampfte – gemeinsam mit einem weiteren Gast – ein paar Songs für seine Gäste. Was so spontan entstand, wurde im Jahr darauf fest geplant. Irgendwann spielten in seinem Wohnzimmer sogar ganze Bands. Zum Schluss feierten rund 120 Musikfans mit.

Die vier Wände Schäfers boten aber nicht mehr genügend Platz. Doch er wollte die alljährliche Tradition nicht ganz aufgeben. Gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk brachte er die Veranstaltungsreihe, die längst den Namen „Rock im Wohnzimmer“ trug, kurzerhand ins Jugendzentrum.

Die heimische Punk-Rock-Band Œlspur heizte den „Rock im Wohnzimmer“-Besuchern ordentlich ein.


Mit Beginn der Sommerferien begannen die Planungen und Samstag tummelten sich die Fans in großer Zahl auf der Niederheide, wurden mit einem Shuttle-Bus, den die Stadt stellte, aus Affeln, Altenaffeln, Küntrop und Blintrop zum Ort des Geschehens gebracht.

Auf der Bühne wechselten sich die Streicher der Musikschule Lennetal samt Drummer Armin Sommer mit dem Musikzug Afffeln und der Neuenrader Punk-Rock-Band Œlspur ab. Initiator Schäfer freute sich aber besonders auf das, was noch danach folgen sollte: „Beim großen Jammen hinterher entern viele Profimusiker die Bühne und greifen auch zu Instrumenten wie dem Didgeridoo.“

Das Jugendorchester des Musikvereins Affeln spielte außer Rand und Band.


Derweil staunte Agnes Tramberend vom Jugendnetzwerk die sprichwörtlichen Bauklötze: „Das ist irre, wie viele hier mitmachen, ich bin begeistert.“ Und in der Tat: Speis und Trank vor dem Jugendzentrum boten die Pfadfinder und die Fußballjugend des TuS Neuenrade an. Schäfer unterstrich: „Hier machen die Vereine etwas gemeinsam.“

Und das soll keine Eintagsfliege bleiben. Schäfer kündigte an, einen Wohnzimmer-Rock-Verein gründen zu wollen: „Das steht fest“, sagte er.

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