25 Jahre in einem hart umkämpften Markt

Spezialisten fürs Unmögliche: Ein besonderes Unternehmen im MK feiert Jubiläum

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Die Sockenanziehhilfe gehört zu den besonderen Drahtbiegeteilen im Portfolio der Menke GmbH.

Neuenrade – Bauteil-Klammern, Hilfs- und Montagewerkzeuge für Automobilhersteller oder auch Sockenanziehhilfen: Die Bandbreite der Produkte der Menke GmbH ist groß. Die Firma aus Neuenrade hat sich erfolgreich im hart umkämpften Markt für komplizierte Drahtbiegeteile positioniert. Jetzt feiert das Unternehmen Jubiläum.

Das, was andere nicht machen können oder wollen – das hat Dieter Menke zu seinem Geschäftsprinzip gemacht. Und so kümmert sich das Unternehmen – die Menke GmbH an der Bahnhofstraße – eben um Kleinserien, um komplizierte Teile, um Drahtbiegeteile, die nicht den Massenmarkt bedienen – seit mittlerweile 25 Jahren. 

Menke macht Dinge möglich, die andere eben für nicht machbar halten würden. Hinzu kommen motivierte, flexible und findige Mitarbeiter, die dem Unternehmen schon seit vielen Jahren die Treue halten. 

Flexibler Maschinenpark

Menke kann zudem auf einen flexiblen Maschinenpark zurückgreifen – und er hat als Chef die Fähigkeit zuzuhören, sich und sein Handeln zu überprüfen. Es ist diese Mischung und es sind letztlich auch die unternehmerischen Fähigkeiten des Ehepaares Menke, die ein Jubiläum in einem hart umkämpften Markt möglich machen. Denn die Menkes und ihre 18 Mitarbeiter feiern in diesen Tagen das 25-jährige Bestehen des Unternehmens. Heute gibt es eine Party mit Kunden und Lieferanten im Hotel Kaisergarten. Am Freitag kommender Woche feiern dann noch einmal Firmenleitung und Belegschaft. 

Angefangen hat vor 25 Jahren alles in Hohenlimburg. Damals beteiligte sich das Ehepaar Menke an einem bestehenden Betrieb, übernahm später das Geschäft komplett und siedelte schließlich nach Neuenrade über. Hier fanden Menke und Co. einfach bessere Bedingungen vor. 

Unternehmen ist breit aufgestellt

Menke ist breit aufgestellt: Die Produkte reichen von Bauteil-Klammern über Hilfs- und Montagewerkzeuge für einen Premiumhersteller von Automobilen bis hin zu einer Sockenanziehhilfe. Es ist offensichtlich: Die Vielfalt der Produkte erfordert Kreativität. Umgekehrt macht aber auch die Kreativität von Geschäftsführung und Mitarbeitern diese Vielfalt von Produkten erst möglich. 

Die Menke GmbH mit allen Mitarbeitern einschließlich der noch aktuellen Chefs Dieter und Marie-Luise Menke.

Allmählich plant das Ehepaar Menke allerdings sich zur Ruhe zu setzen: Einem Verkauf des Unternehmens wollten Marie-Luise und Dieter Menke jedoch nur unter bestimmten Bedingungen zustimmen. Käufer sollten eine gewisse soziale Verpflichtung für die Mitarbeiterschaft übernehmen, auch das Unternehmer-Gen sollte vorhanden sein. Die Suche gestaltete sich deshalb schwierig. So gab es bereits Bewerber. Der richtige war allerdings nicht unter den Kandidaten. Deshalb wird es nun kurzerhand eine andere Lösung geben, die Firma nicht verkauft. 

Mitarbeiter übernehmen das operative Geschäft

Dieter Menke bleibt Inhaber, die Mitarbeiter Björn Langenbruch, Anita Jacke und Kevin Tweer werden aber peu à peu das operative Geschäft übernehmen, Prokuristin Marie-Luise Menke und Geschäftsführer Dieter Menke werden sich „zunehmend rausziehen“. Sie arbeiten schon jetzt weniger. Marie-Luise Menke ist drei Tage im Büro – Dieter Menke nur noch halbtags. 

So können sie noch wertvolle Hinweise an die drei Mitarbeiter geben: Zum Beispiel die „Nachkalkulation“, um zu überprüfen, ob man mit der Herstellung bestimmter Teile auch tatsächlich Geld verdient. So wurde manches Produkt wegen Unwirtschaftlichkeit ganz einfach aus dem Programm genommen.

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