Sparkassenchef geht in den Ruhestand

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Sparkassenchef Anton Lübke ist seit 2001 Sparkassen-Regionaldirektor für den Standort Balve. Ende Juni geht er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.

Balve - Die Personalplanung für das neue Jahr gehört mit zu den Aufgaben von Anton Lübke. Seit dem 1. Januar 2001 ist er Regionaldirektor der Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis für den Standort Balve – am 30. Juni 2015 geht er auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.

Ein Jahr lang habe er über diesen Schritt nachgedacht, sagte er. Die Entscheidung sei dann im November gefallen: „Es gibt genügend attraktive Alternativen.“ Im März wird der gebürtige Allendorfer 63 Jahre alt; damit ist Anton Lübke nach eigenen Angaben wohl der älteste der etwa 300 Mitarbeiter des Geldinstituts. Niemand habe ihm den „Wechsel in den Ruhestand“ nahe gelegt, betonte er. Frühzeitig habe er den Vorstand der Vereinigten Sparkassen über seine Absichten informiert. Dieser hätte ihn gerne noch länger auf seinem Posten gewusst.

Doch für Anton Lübke, der im Dezember zum zweiten Mal Großvater geworden ist, gibt es genügend Gründe, sich auf seinen neuen Lebensabschnitt zu freuen. Er ist bei der Kommunalwahl 2014 in Allendorf zum Ortsvorsteher (parteilos) gewählt worden, ist Vereinsvorsitzender vom „Fickeltünnes“ und bietet außerdem seit sechs Jahren seine Seminar-Wanderungen an.

Diese über die Grenzen des Sauerlandes bekannt gewordenen Tagesseminare, in denen auch Führungskräfte neue Einblicke vermittelt werden sollen, hätten inzwischen 15 bis 20 Nachahmer gefunden, so Anton Lübke. Deshalb will er seine Wanderungen in Zusammenarbeit mit „Sauerland-Tourismus“ intensivieren. Jener will damit ein weiteres Alleinstellungsmerkmal entwickeln, und in Vorbereitung darauf in der Balver Sparkasse einen Workshop im Februar durchführen.

Anton Lübke freut sich auf die Zeit ab dem 1. Juli 2015, und blickt auf ein ereignisreiches Berufsleben zurück. Begonnen hat dieses mit der Bankkaufmann-Ausbildung bis 1973 bei der Verbandssparkasse Neheim-Hüsten (heute: Sparkasse Arnsberg-Sundern). Nach seiner Bundeswehrzeit ging er zurück zur Neheimer Sparkasse; 1978 machte er den Sparkassen-Betriebswirt. Seit dem 1. April 1980 war er dann in Balve tätig: „Zunächst zuständig für Kleinkredite, dann als Firmenkundenberater.“ Und als dortiger Regionaldirektor ist er hier ab 2001 eingesetzt.

Er zieht eine interessante Bilanz: „In meinen 45 Berufsjahren habe ich sieben verschiedene Vorstandsvorsitzende erlebt.“ An Spekulationen über seinen Nachfolger möchte er sich nicht beteiligen, und noch sei vom Vorstand keine abschließende Entscheidung getroffen worden. - Von Julius Kolossa

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