Sokola.de ist gegründet

66 neue Mitglieder konnten die Verantwortlichen des neuen Sokola-Vereins gewinnen – hier werden Mitgliedsanträge abgegeben.

Langenholthausen „Es geht weiter“, freute sich Barbara Wachauf, Ortsvorsteherin von Langenholthausen, vor der Gründung des Vereins Sokola.de am Donnerstag in der voll besetzten Aula. 14 Langenholthausener wurden bereits vorher Mitglieder; 66 weitere wurden am Gründungstag gewonnen.

Und so waren es dann letztendlich 73 Stimmberechtigte an diesem Abend, die den Vorstand einstimmig wählten. Dieser setzt sich aus Ulrike Schwartpaul, Robin Vorsmann, Antonius Allhoff und Michael Grote zusammen.

Den Beirat bilden Klaus Schwartpaul, Tobias Müller, Achim Wachauf, Guido Grote, Barbara Wachauf, Engelbert Falke, Thomas Fabry und Raphael Hahne. Auch sie wurden einstimmig gewählt.

Die Abkürzung Sokola steht für: Soziales – Kommunikation – Langenholthausen. Anerkennung für den Arbeitskreis, der sich seit einem Jahr mit der weiteren Nutzung des ehemaligen Grundschulgebäudes beschäftigt, gab es von Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen-Agentur, und Regina Schmitz vom Büro Startklar. Beide standen den ehrenamtlichen Arbeitskreismitgliedern beratend zur Seite. Was sich in Langenholthausen in solch kurzer Zeit entwickelt habe, so ihre Meinung, dauere andernorts zwei bis drei Jahre.

Jetzt sei Langenholthausen ein Teil der Projektfamilie „Landleben – Heimat – Bürger machen Dorf“ und könne sicher sein, dass die 70-prozentige Städtebauförderung auch fließen werde. Für die Umgestaltung der Immobilie seien brutto 800 000 Euro veranschlagt. Eigentümer der Immobilie und des Areals bleibe weiterhin die Stadt Balve. Der Verein beziehungsweise Arbeitskreis Sokola.de dürfe das Gebäude nutzen.

Im Arbeitskreis sei man sich bewusst, dass allerdings erst noch ein Rahmenwirtschaftsplan erstellt werden müsse, dessen Konzept mindestens zehn Jahre tragen soll. Aber auch diesbezüglich wolle sich der nun gewählte Vorstand ins Zeug legen. Bis Ende 2015 soll ein solcher Entwurf vorliegen. Wichtig sei dabei die Wirtschaftlichkeit des ehemaligen Schulgebäudes, das zu einem Teil vom Dorf genutzt und zum anderen Teil vermietet werden soll. Die Mieteinnahmen sollen die Nutzung finanzieren. Für alle Anregungen offen sei der Vorstand, der einlud, sich Gedanken zu machen. Die Arbeitskreismitglieder berichteten von 500 Euro Mieteinnahmen im Jahr, die die Stadt bisher kassiere. Nun müsse mit 1000 Euro an monatlichen Kosten gerechnet werden.

Robin Vorsmann, der den Bereich Dorfnutzung vorstellte, sieht keinen Konkurrenzgedanken unter den Vereinen, wenn es um die Nutzung der dorfeigenen Räume gehe. Ein erster Vergleich der Vereinstermine habe in einem Planspiel gezeigt, dass fast alle Wünsche berücksichtigt werden könnten.

Antonius Allhoff stellte den gewerblichen Teil vor. Bereits jetzt würden viele Vereine und Gruppen die alte Schule nutzen. Auch Anfragen neuer Interessenten lägen vor. Es komme nun etwas auf das Dorf zu. Sokola.de solle als Argument wirken, in Langenholthausen wohnen zu bleiben oder sich dort anzusiedeln, vorher aber müsse in eine neue Heizung und umfangreiche Dämmmaßnahmen investiert werden. Ein Vorschlag sei der Bau eines Blockheizkraftwerks. Auch ein Sportboden soll in der Aula verlegt werden. Ein Fahrstuhl sei ebenso vorgesehen, wie ein barrierefreier Seminarbereich im Obergeschoss.

Der ehemalige Schulhof werde künftigen Erfordernissen angepasst. Zu berücksichtigen seien eine Carsharing- sowie eine E-Bike-Lade-Station und die Nutzung des Hofes für Dorffeste.

- Von Julius Kolossa

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