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So modernisieren Schützen ihr „Wohnzimmer“

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Von: Julius Kolossa

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Berthold König und Klaus Vorsmann erledigen den Zuschnitt an der Säge, oben wartet Karsten Bartsch auf Nachschub. Die Schützen arbeiten an der Modernisierung der Schützenhalle Langenholthausen, weil es zurzeit keine Veranstaltungen gibt.
Berthold König und Klaus Vorsmann erledigen den Zuschnitt an der Säge, oben wartet Karsten Bartsch auf Nachschub. Die Schützen arbeiten an der Modernisierung der Schützenhalle Langenholthausen, weil es zurzeit keine Veranstaltungen gibt. © Julius Kolossa

Weg mit den Fichtenbrettern, die 25 Jahre lang die alte Bühne über der Haupttheke verkleidet hatte, stattdessen mit Akustikwand im Hintergrund und einer Verkleidung mit Eiche – so soll die Schützenhalle Langenholthausen modernisiert werden.

Langenholthausen ‒ „Die Zeit für diese Baumaßnahme haben wir“, erzählte Berthold König, Brudermeister der St. Johannes-Schützenbruderschaft aus Langenholthhausen. „Denn in den nächsten Wochen finden keine Veranstaltungen statt, so dass wir die Halle für diese Zwecke nutzen können.“ Denn: „Die Jahreshauptversammlung Anfang Januar findet nicht statt.“ Aufgrund der steigenden Corona-Ansteckungszahlen habe sich der Vorstand entschlossen, diese Versammlung ausfallen zu lassen.

König: „Wir werden das eigentlich zu diskutierende Thema, die Reparatur des an manchen Stellen undichten Hallendachs, verschieben. Denn hierfür wird eine fünfstellige Summe veranschlagt, und dieser müssen die Mitglieder zustimmen.“ Die Schützen wissen die veranstaltungsfreie Zeit zu nutzen und halten ihre Halle als ihr „Wohnzimmer“ mit vielen Modernisierungsmaßnahmen in Schuss.

Im vergangenen Sommer wurde die Rückseite der Theke modernisiert. Und jetzt nehmen sich die Schützenbrüder die alte Bühne vor. Jahrzehntelang nicht mehr genutzt, soll sie optisch und schützentypisch mit dem nach wie vor integrierten Kugelfang und dem darin enthaltenen Deko-Schützenvogel verbessert werden.

Karsten Bartsch und Klaus Vorsmann sorgen für den Zuschnitt der Bretter und das Anbringen der Verkleidung. König, der als Brudermeister die organisatorische Planung mit übernimmt: „Dafür können wir diesen gefühlten Lockdown sehr gut nutzen.“ Ohne Zeitdruck können nach und nach die Arbeiten vorgenommen werden. Diese seien auch vom finanziellen Aufwand her stemmbar: die Schützen müssen nur den Materialaufwand in Höhe von 1700 Euro tragen.

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