Skigebiet Wildewiese unter neuer Leitung

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Markus Krämer und Andreas Dirks (Foto) gehört gemeinsam mit Markus Busche und Bernd Reinstein ein Skigebiet in Wildewiese. Für die vier Freunde und Unternehmer ist das eine Herausforderung, die sie gerne meistern wollen.

Wildewiese/Balve - „Ich werde mit dem Schnee schon fertig“, sagt Markus Krämer und ist dabei in seinem Element. Der Eisborner sitzt in der Pistenraupe und bereitet mit dem schweren Gerät das Gelände für die Skifahrer am Sorpelift vor.

Für Krämer hat sich ein Jugendtraum erfüllt – ihm und seinen Freunden Markus Busche, Bernd Reinstein aus Balve und Andreas Dirks aus Menden gehört ein ganzes Skigebiet, in dem sie sich auslassen dürfen. Doch die damit verbundene Arbeit für das 156 Hektar große Gelände mit vier Skiliften, einer Skischule und dem Rodelhang ist nicht zu unterschätzen. 

Für die vier Freunde wird ein Tag in der Saison lang – sind sie doch alle als Unternehmer tätig. Ihr verdienter Feierabend rückt in weite Ferne, denn in Wildewiese gibt es immer was zu tun. Sei es, die Pisten zu präparieren, wobei Markus Krämer tatkräftige Unterstützung von seinen Söhnen Felix (18) und Linus (14) erfährt, oder an der Bergstation, wo Markus Busche die mit dem Lift anreisenden Skifahrer immer im Blick hat – vor allem ob und wie er ihnen beim Aussteigen helfen muss. 

„Wir haben echte Wildewiese-Fans“

Andreas Dirks hat Dienst am Kassenhäuschen getan und dreht seine Runde auf einem Schneemobil. Bernd Reinstein stößt erst später dazu, hat er doch noch in seinem Betrieb zu tun. Langweilig wird es dem Quartett nicht werden, wie sich bereits zu Wochenbeginn zeigte.

Es war ihr zweiter gemeinsamer Arbeitstag, zu dem auch das Flutlichtfahren gehörte. „Wir haben echte Wildewiese-Fans“, sagt Andreas Dirks und weiß das Publikum zu schätzen, das auch die Premiere am Sonntag zu einem Erfolg machte. 

Zu Beginn der Woche durften die ersten Skifahrer die Piste bereits beim Fluchtlichtfahren testen.

Dabei hatten die Freunde anfangs tiefer gestapelt. Den Klinkenberg in Eisborn wollten sie vor langer Zeit mit einem Skilift ausstatten. Weil dort aber Schneesicherheit nicht gegeben war, nahmen sie schnell Abstand von dieser Idee. 

„Ein eigenes Skigebiet“ blieb aber immer ihr Traum, der im vergangenen Jahr in Erfüllung ging, als sie Manfred Klüppel und Burkhard Oest als Gesellschafter der Wildewiese Sport- und Freizeit GmbH ablösten. „Hut ab vor ihrer Leistung“, zollte ihnen Andreas Dirks Respekt. 

Schneekanonen sollen zum Einsatz kommen 

Er und die drei Balver stellten sich gerne dieser neuen Herausforderung. Dafür nahmen sie auch an einem Betriebsleiterlehrgang teil, in den sie zwei Wochenenden investierten. Jetzt geht es für die Freunde daran, Erfahrungen zu sammeln. Dabei helfen ihnen ihre Familien und die bewährten Helfer vor Ort. 

Irgendwann sollen dann auch ihre zwei Schneekanonen als neueste Errungenschaft zum Einsatz kommen, denn sich eine Saison nur auf Naturschnee zu verlassen, werde schwer. 

Andreas Dirks verrät unserer Zeitung, dass in Gesprächen mit der Unteren Landschaftsbehörde und der Unteren Wasserbehörde nach Möglichkeiten der für den Schneekanonenbetrieb erforderlichen Wasserversorgung gesucht werde.

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