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Skigebiet Wildewiese: Vorbereitungen für Saisonstart abgeschlossen

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Von: Julius Kolossa

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Im Ski- und Rodelgebiet Wildewiese fiel die vergangene Saison coronabedingt komplett aus. In diesem Winter hoffen die Betreiber wieder auf Einnahmen.
Im Ski- und Rodelgebiet Wildewiese fiel die vergangene Saison coronabedingt komplett aus. In diesem Winter hoffen die Betreiber wieder auf Einnahmen. © Julius Kolossa

Im Winterberger Skiliftkarussell läuft die Saison 2021/22 seit einigen Tagen. Mit Schneekanonen können zumindest einige der Pisten auch bei Temperaturen im Plusbereich beschneit werden. Im Märkischen Kreis hoffen die Betreiber eines Skigebiets dagegen auf viel echten Schnee. Sie haben die Vorbereitungen für den Saisonstart abgeschlossen.

Balve/Wildewiese – Markus Krämer aus Eisborn, einer der vier Betreiber, erzählt im Gespräch mit der Redaktion: „Wir setzen auf diese Wintersaison – unsererseits sind wir startklar. Der Tüv hat die Skilifte bereits abgenommen.“ Und auch sonst haben Krämer und die anderen drei Mit-Gesellschafter Alexander Dirks aus Menden, Markus Busche aus Beckum und Bernd Reinstein aus Balve alle Vorbereitungen abgeschossen.

„Weil wir allerdings ein Naturschnee-Skigebiet sind, sind wir zu 100 Prozent vom Wetter abhängig. Schneekanonen können wir uns aus Kostengründen nicht leisten. Und wenn in diesem Winter das Wetter mitspielt, dann soll uns bitte nicht wieder die Corona-Pandemie mit ihren Vorschriften einen Strich durch die Rechnung machen“, sagt Markus Krämer.

Bekanntlich musste in der vergangenen Saison das 156 Hektar große Gelände trotz einer geschlossenen Schneedecke wegen der Corona-Auflagen geschlossen bleiben. „Die Lifte durften nicht fahren – wir hatten keinen einzigen Öffnungstag“, so Krämer. Als es spät in der Saison dann doch noch grünes Licht für einen Skibetrieb gab, fehlte in Wildewiese der Schnee.

Auch ohne geöffnete Lifte kamen im vergangenen Winter die Tagestouristen aber teilweise in Scharen nach Wildewiese, um zu rodeln oder im Schnee zu wandern. Besonders an den Wochenenden war das Verkehrschaos groß. Besser wurde die Situation erst, als die Polizei und das Ordnungsamt der Stadt Sundern vor Ort kontrollierten und Maßnahmen wie Parkverbote und Straßensperrungen ergriffen, um die Besuchermassen aus der Region fernzuhalten (wir berichteten).

Wildewiese im Sauerland.
Das Skigebiet Wildewiese besuchen Gäste auch zum Rodeln. © Jona Wiechowski

Die Betreiber hatten davon nichts – außer ein Müllproblem. Denn die Tagestouristen warfen ihren Müll teilweise einfach in die Natur. Das ganze Ausmaß wurde erst sichtbar, als der Schnee geschmolzen war. Die Betreiber des Ski- und Rodelgebiets mussten den Müll auf ihrem großen Gelände einsammeln.

All dies will Markus Krämer jetzt abhaken. Er blickt stattdessen vielmehr zuversichtlich auf die neue Wintersaison und verspricht: „Diesmal sind wir da, wenn es schneit.“

Hintergrund

2016 gründeten Alexander Dirks, Markus Krämer, Markus Busche und Bernd Reinstein die Wildewiese Sport- und Freizeit GmbH, um das Ski- und Rodelgebiet in Wildewiese (Hochsauerlandkreis, Stadt Sundern) zu bewirtschaften. Wildewiese hat etwa 90 Einwohner und liegt in 540 bis 645 Meter Höhe.

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