CDU sinkt unter 50 Prozent

BALVE ▪ Nicht nur auf Landesebene musste die CDU gewaltige Verluste einstecken. Auch in Balve gingen die Chrisdemokraten mit einem Stimmenverlust aus der Landtagswahl. Erhielt der Kandidat Wolfgang Exler bei der Wahl 2010 noch 55,3 Prozent der Erststimmen, sank sein Ergebnis jetzt auf 49,6 Prozent.

Noch deutlicher war der Einbruch bei den Zweitstimmen. Dort büßte die CDU 9,7 Prozent der Stimmen ein.

Freuen durften sich hingegen die Sozialdemokraten. Inge Blask konnte 29,8 Prozent der Erststimmen für sich gewinnen, was einen Anstieg um 2,46 Prozent ausmachte. Bei den Zweitstimmen verzeichnete die SPD einen Zugewinn von 5,35 Prozent auf 30,8 Prozent. „Das ist das, was wir uns erhofft haben. Aber das Ergebnis ist überraschend deutlich“, gab Cay Schmidt, Ortsvereinsvorsitzender und Fraktionsvorsitzender der SPD Balve zu. Inge Blask habe in Balve ein sehr respektables Ergebnis eingefahren. „Dass ein CDU-Kandidat in Balve unter 50 Prozent geht, das ist schon etwas Besonderes“, findet Schmidt, der hofft, der jetzige Aufschwung könne auch für die Bundestagswahl genutzt werden.

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Inge Blask gewinnt überraschend den Wahlkreis 122

Peter Köhler, Landtagskandidat der Grünen, erreichte 6,2 Prozent, was einen Verlust von 0,98 Prozent im Vergleich zur Wahl 2010 ausmachte. Bitterer war das Wahlergebnis – wie auch auf Landesebene – für die Linken. Landtagskandidat Thomas Thiesmann holte 1,7 Prozent der Stimmen und damit 2,07 Prozent weniger als im Jahr 2010. Bei den Zweitstimmen verloren die Linken sogar 2,2 Prozent. Die Piraten konnten 8,1 Prozent der Erststimmen und 8,4 Prozent der Zweitstimmen für sich verbuchen.

Eine kleine Gruppe um Bürgermeister Hubertus Mühling herum verfolgte die Entwicklung im Rathaus. Bei den Ergebnissen aus Balve war Geduld gefragt. Während das erste Ergebnis der Kita Eisborn kurz nach 18 Uhr eintraf, dauerte die Auszählung in der Grundschule Beckum bis kurz vor 20 Uhr. Ein Grund dafür könnte laut Mühling die Zusammenlegung einzelner Wahllokale sein, die durchgeführt wurde, um Wahlhelfer zu sparen.  - Jana Peuckert

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